Trotz Schwarzer Liste der EU
„Ukrainischer Gaskönig“ erhält serbischen Pass

Sergej Kurtschenko steht auf der Schwarzen Liste der EU, hat aber laut einem Zeitungsbericht die serbische Staatsangehörigkeit im Schnellverfahren erhalten. Serbien erhofft sich von der Aktion Millionen-Investments.
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BelgradDer „ukrainische Gaskönig“ Sergej Kurtschenko, der auf der Schwarzen Liste der EU steht, hat nach einem Medienbericht die serbische Staatsangehörigkeit erhalten. Dem 29-jährigen ethnischen Russen, der als einer der reichsten Männer der Ukraine gilt, habe den Serbenpass im Schnellverfahren erhalten, berichtete die größte Zeitung „Blic“ am Freitag in Belgrad.

Diese Entscheidung ist heikel, weil es in den letzten Tagen zu einem Tauziehen zwischen Brüssel und Moskau um den außenpolitischen Kurs des EU-Kandidaten Serbien gekommen war.

Die EU hatte Kurtschenko, dem auch der ukrainische Fußballerstligist Metalist Charkow gehört, im Zuge der Sanktionen gegen Russland wegen der Ukrainekrise auf die Schwarze Liste gesetzt. Gegen ihn laufen in der Ukraine Ermittlungen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder und des illegalen Transfers dieser Gelder ins Ausland.

Nach Darstellung von „Blic“ besaß der Oligarch mit 19 Jahren 200 000 Dollar Kapital. Nach wenigen Jahren hätten seine Einkünfte bereits 300 Millionen Dollar betragen. Belgrad hoffe, dass er seine Millionen in diesem Balkanland investieren wird.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Schwarzer Liste der EU: „Ukrainischer Gaskönig“ erhält serbischen Pass"

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  • @ Herr W.H.G. Lindemann
    @ Herr informierter leser
    Hin und wieder hilft es, sich beim Denken des EIGENEN Gehirns zu bedienen. Ich sehe ja ein, dass es recht bequem ist, die bereits von unseren Medien vorgefertigte, staatlich geprüfte Einheitsmeinung zu übernehmen – aber das birgt immerhin die Gefahr, dass man wichtige Dinge nicht mehr wahrnimmt.

    So geraten dabei z.B. gewisse Tatsachen aus dem Focus:
    Obwohl die Schuld am Absturz der MH17 den Russen oder den Ostukrainischen Separatisten zugeschoben wird, gibt es BIS HEUTE noch keine schlüssigen Beweise hierfür. Trotzdem fußen die Sanktionen gegen Russland auf den – nicht bewiesenen – Annahmen. Stellen Sie sich mal vor, ein Richter würde SIE aufgrund von VERMUTUNGEN verurteilen und dann auch sofort das Urteil VOLLSTRECKEN.
    Stattdessen sitzt der Westen auf wichtigen Informationen zur MH17, die er aber nicht veröffentlicht. Fragen Sie sich nicht, warum?

    Ebenso wird seit Monaten in schöner Regelmäßigkeit behauptet, „man“ habe diverse russische Militär-Fahrzeuge auf ostukrainischem Gebiet beobachtet. Trotz allerbester technischer Ausstattung und der Möglichkeit von Satellitenaufnahmen (die USA könnten eine Briefmarke per Satellit analysieren, wenn sie es wollten) war es BIS HEUTE nicht möglich, mit Fotos diese Vorwürfe zu beweisen.
    Jeder Fotograf würde sich um eine solche Aufnahme REISSEN – aber es gibt keine.
    Fragen Sie sich nicht, warum?
    Nein, vermutlich fragen Sie sich das nicht. Bei Ihnen haben unsere Medien ganze Arbeit geleistet! Außer ziemlich platter Polemik haben Sie nichts drauf. Es täte Ihnen sicherlich gut, gewissen Nachrichten auch mal von einer anderen Seite zu beleuchten, das erweiterte den Horizont. Man sieht plötzlich auch die Dinge hinter dem Tellerrand. Pro UND Kontra - das macht einen reifen und urteilsfähigen Menschen aus.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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