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Trotz Sparpflicht: Griechen stemmen sich gegen Lohnkürzungen

Griechische Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände stemmen sich gegen weitere Kürzungen von Löhnen und Gehältern. Die Senkung der Lohnkosten ist notwendig für die Auszahlung der nächsten Hilfszahlung in Milliardenhöhe.

Die Griechen müssen sparen, wollen aber keine Lohnkürzungen hinnehmen. Quelle: dpa
Die Griechen müssen sparen, wollen aber keine Lohnkürzungen hinnehmen. Quelle: dpa

AthenGriechische Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände haben sich trotz Sparpflicht gegen eine weitere Senkung der Löhne und Gehälter ausgesprochen. In einem am Freitag veröffentlichten Brief an die griechische Regierung zeigten die Tarifpartner Einigkeit darüber, dass für sie weder der gesetzliche Mindestlohn noch die üblicherweise in 14 Monatsgehältern ausgezahlten Bezüge zur Debatte stünden.

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Die Senkung der hohen Arbeitskosten in Griechenland ist eine Voraussetzung für die Auszahlung einer zweiten Rettungszahlung in Höhe von 130 Milliarden Euro aus Mitteln der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), ohne die Griechenland Ende März die Zahlungsunfähigkeit droht.

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Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos warnte die Bevölkerung, die aktuellen Sparmaßnahmen seien hart, die Alternative dazu jedoch katastrophal. „Wir spielen nicht mit dem Feuer, wenn es um die Zukunft unseres Volkes geht“, sagte er im Parlament. Die Menschen seien ärmer geworden, der Lebensstandard sinke. „Ja, es ist dramatisch, Gehälter und Pensionen kürzen zu müssen. Aber was wir sonst erleben könnten, und was wir vermeiden wollen, ist fürchterlich“.

Die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt sowie mit Vertretern der EU und dem IWF über eine weitere Rettungszahlung stehen nach Angaben des Regierungssprechers Pantelis Kapsis kurz vor dem Abschluss. Dem Radiosender Real FM sagte er, es werde zwangsläufig einen Plan B geben. Es sei jedoch klar, dass Griechenland zahlungsunfähig werde, wenn es keine Einigung gebe. „Aber ich glaube nicht, dass irgendjemand das will“.

Griechenland

Für Freitag oder Samstag war ein Treffen von Ministerpräsident Lukas Papademos mit den Vorsitzenden der drei Parteien seiner Übergangsregierung geplant. Sie sollten über weitere Sparmaßnahmen entscheiden.

  • 04.02.2012, 08:44 UhrAnonymer Benutzer: 1522

    Was nun den privaten Sektor betrifft, ja, hier finde ich Sie ein wenig “deplaziert”.Die von mir erwähnten € 781,00 beziehen sich übrigens nicht auf die Tourismusbranche (Tarifveordnungen können von jedem in der Not gegoogelt und eingesehen werden). Die Frage ist allerdings, von wem sie denn letztlich eingehalten werden? Wenn Sie tatsächlich hier in Griechenland leben, dann wundert es mich, dass Sie so viele Menschen kennen, die mehr als das Mindestgehalt verdienen, ausser Sie verkehren in Kreisen der oberen Zehntausend Athens. Wie es auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich aussieht, scheint Ihnen zu entgehen. Nein, die Anzahl der Menschen, die im privaten Sektor beschäftigt sind, ist nicht klein, im Tourismus sind es allein 746.000, insgesamt beläuft sich ihre Zahl auf 2.660.00 (Oktober 2011). Glauben Sie wirklich, all diese Menschen erhalten das, was Ihnen zusteht ? … und das ist ja auch nicht besonders viel. Natürlich mokieren sie sich, wenn sie jetzt noch weniger verdienen sollen. Denn sie sind es ja, gemeinsam mit den Rentnern – und auch hier muss man differenzieren, ich beziehe mich auf Rentner des privaten Sektors und nicht die des öffentlichen Dienstes -, die es sich in Kürze nicht mehr werden leisten können zu leben.

  • 04.02.2012, 08:43 UhrAnonymer Benutzer: 1522

    Ich weiss nicht, wo Sie leben aber es hat den Anschein, Sie leben auf einem anderen Stern( ohne Sie beleidigen zu wollen ) und nicht in Griechenland.
    Ja, Sie haben recht, was die enorme Zahl der griechischen Beamten angeht, über 1 Mio. Menschen beschäftigt in einem Staatsapparat, der nicht funktioniert, ist definitive zuviel. Und wenn es um die Kompetenz, Mentalität und das Gebaren dieser Personen geht, dann gehöre ich zu den wenigen un diesem Land, die sagen, es müssten alle Köpfe rollen !!! Und bevor man einen Bruchteil ihrer Stellen wieder besetzt, müssen Nordeuropäer die Führungspositionen besetzen. Und ich stimme Ihnen auch zum Teil zu, was die Bewilligung von Arbeitslosengeld angeht, zumindest was die Bedingungen und das Verfahren angeht. Aber könnten Sie von € 460,00 monatlich leben ? Wenn Sie jemals auf einem griechischem Arbeitsamt gewesen wären, wüssten Sie “was da abgeht”, um es ein wenig salopp auszudrücken. Wissen Sie was passiert, wenn man sich als Arbeitnehmer an die sog. Arbeitsaufsicht wendet, um Missstände am Arbeitsplatz klären zu lassen ? Nennen Si e mir landesweit einen Beamten in diesen Behörden, der sich von Arbeitgebern nichts zustecken last, um ein Auge zuzudrücken !!!

  • 04.02.2012, 07:40 UhrAnonymer Benutzer: nanoflo

    Der Private Sektor sollte außen vor gelassen werden!!!!!!!!
    Wenn die Firmen nicht international Konkurrenzfähig sind gehen die Löhne von alleine zurück!
    Es könnte und sollte aber der "ganze"!!! Stattsaparrat zerschlagen werden, bzw. die Löhne auf deutsches HArtz 4 Niveau gedrückt werden im öffentlichen Bereich!Warum sollten es nutzlose Griechische Beamte besser haben als unsere Bürger die meistens unverschuldet in Hartz 4 geraten???Darüber sollten mal unsere Politiker nachdenken!
    Ich will mit meinen Sozialabgaben und Steuern nicht das faule Pack unterstützen!
    Lieber für uns Deutsche ausgeben!!!!!!!!

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