Trotz Waffenruhe
Erneute Kämpfe in der Ostukraine

Trotz Waffenruhe sind in der Ostukraine erneut Kämpfe ausgebrochen. Auch sechs OSZE-Mitarbeiter geraten in die Schusslinie zwischen den Fronten. Derweil bestärken Merkel und Putin bei einem Telefonat Willen zum Frieden.
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KiewIn der ostukrainischen Rebellenhochburg Donezk sind am Montag trotz der Waffenruhe erneut Kämpfe ausgebrochen. Ein Reuters-Reporter berichtete, am Abend sei Raketen- und Granatenbeschuss aus der Gegend um den Flughafen der Metropole zu hören gewesen.

Auch in der Gegend um den Bahnhof und dem Bezirk Leninski nahe dem Stadtzentrum habe es Gefechtslärm gegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel besprach mit Russlands Präsident Wladimir Putin die Lage in der Ukraine und die Notwendigkeit, die Waffenruhe einzuhalten.

Am 5. September hatte die Regierung in Kiew mit den prorussischen Separatisten eine Waffenruhe ausgehandelt, basierend auf einem Friedensplan des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Seitdem hält die Feuerpause weitgehend, wenngleich es wiederholt zu vereinzelten Gefechten gekommen ist.

Rebellenchef Alexander Sachartschenko warf den Regierungstruppen am Montag vor, die Waffenruhe immer wieder zu brechen. Er sehe daher keinen Sinn in weiteren Gesprächen.

Merkel betonte nach Angaben eines Regierungssprechers in dem Telefonat mit Putin am Abend, "dass der vollständige Abzug russischer Truppen und eine effektive Sicherung der russisch-ukrainischen Staatsgrenze Schlüsselelemente für eine nachhaltige Lösung des Konflikts" seien. Mehrere Staaten werfen Russland vor, die prorussischen Separatisten mit Soldaten und militärischen Gerät zu unterstützen. Die Führung in Moskau weist dies zurück.

Erst am Samstag hatte es heftige Kämpfe am Flughafen gegeben, der noch unter Kontrolle der Regierungstruppen ist. Am Sonntag wurden zwei nördliche Stadtteile mit Granaten beschossen. Dabei wurden nach Angaben der Stadtverwaltung sechs Zivilisten getötet und 15 weitere durch Splitter verletzt.

Ebenfalls am Sonntag gerieten Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) im Osten der Ukraine unter Granatbeschuss. Die Gruppe von sechs Personen sei in der Nähe von Donezk zweimal angegriffen worden, teilte die OSZE mit. Die Fahrzeuge der Beobachter seien stark beschädigt worden, verletzt worden sei niemand. "Wir sehen das als sehr ernsten Zwischenfall an", sagte OSZE-Sprecher Michael Bociurkiw. Wer für die Angriffe verantwortlich sei, könne er nicht sagen.

Durch den Ukraine-Konflikt ist das Verhältnis zwischen dem Westen und Russland so sehr belastet wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Die USA und die Europäischen Union haben eine Reihe von Sanktionen gegen Russland verhängt. Ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine soll aber erst Ende kommenden Jahres in Kraft treten, und damit später als ursprünglich geplant.

In dem Telefonat mit Putin begrüßte Merkel nach Angaben ihres Sprechers den in den trilateralen Handelsgesprächen zwischen Russland, der Ukraine und der EU gefundenen Kompromiss im Freihandelsbereich. Sie warb demnach für eine Fortsetzung der trilateralen Gespräche auch zum Gaspreiskonflikt zwischen Russland und der Ukraine.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Waffenruhe: Erneute Kämpfe in der Ostukraine"

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  • @ Bruno Merkle
    "Vorher hat Putin mit seinen nicht zugegebenen Waffenlieferungen für seine Russischen Soldaten geliefert und somit den Konflikt angeschürt. Er ist für der einzig verantwortliche für Krieg. Und seine leider verlogenen Medienpropaganda dazu."
    Putin hat nichts zu dem Konflikt beigetragen! Die USA haben nach eigenen Angaben den Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine mit 5Mrd Dollar finanziert. Nach diesem Putsch wurden die Putschisten vom Westen hpffiert, obwohl sie zum Teil aus Faschisten bestehen, deren erklärtes Ziel es ist, die Russem zu verjagen! Man erinnere sich an das Timoschenko-Zitat zu Putin!!!
    Rußland hat dann nur dem völkerrechtlich gedeckten Wunsch der Krim auf Selbstbestimmung entsprochen! Dies ist anerkanntes Völkerrecht!
    verstoß gegen die Verfassung der Ukraine ist der einzige Vorwurf den man Rußland machen kann.
    Demgegenüber stehen die Masaker der Putschisten auf dem Maidan und im Osten der Ukraine bis zum Abschuß von MH-17.
    DIe Kriegshetze des Westens ist allein für den Konflikt verantwortlich!

  • "Vorher hat Putin mit seinen nicht zugegebenen Waffenlieferungen für seine Russischen Soldaten geliefert und somit den Konflikt angeschürt."

    Haben Sie Belege für Ihre Behauptung ?

  • Vorher hat Putin mit seinen nicht zugegebenen Waffenlieferungen für seine Russischen Soldaten geliefert und somit den Konflikt angeschürt. Er ist für der einzig verantwortliche für Krieg. Und seine leider verlogenen Medienpropaganda dazu.

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