Trotz Waffenruhe
Israel reagiert mit Luftangriffen auf Raketen aus Gaza

Scheinbar ist der Begriff „ Waffenruhe" für die Beteiligten im Nahost-Konflikt Interpretationssache. Trotz Abkommen feuerten erst Palästinenser Raketen auf Israel. Der Gegenschlag ließ nicht lange auf sich warten.
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GazaKurz nach der Verlängerung der Waffenruhe hat die israelische Luftwaffe Ziele im Gazastreifen angegriffen. Ein Vertreter des palästinensischen Innenministeriums erklärte, die vier Attacken seien unmittelbar nach Inkrafttreten der ab Mitternacht geltenden neuen Feuerpause erfolgt.

Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte, die Luftangriffe seien eine Reaktion auf den Abschuss von sechs Raketen aus dem Gazastreifen am späten Mittwochabend. Zwei weitere Raketen schlugen der Armee zufolge nach den Luftangriffen im Süden Israels ein, ohne Schaden anzurichten.

Nach Angaben der Armee griffen die Kampfjets Stellungen militanter Palästinenser in dem Küstengebiet an. Das Militär bleibe in höchster Alarmbereitschaft und werde jeden Angriff auf Israel umgehend erwidern, hieß es.

Die Konfliktparteien hatten sich zuvor in Kairo nach Angaben aus ägyptischen und palästinensischen Verhandlungskreisen darauf verständigt, eine bis Mitternacht (Ortszeit) geltende Waffenruhe um fünf Tage zu verlängern, um die indirekten Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand unter Vermittlung Ägyptens fortzusetzen.

Bei der mehr als vierwöchigen israelischen Militäroffensive im Gazastreifen, mit dem die militärische Infrastruktur der Hamas zerstört werden sollte, um dauerhaft den Raketenbeschuss zu unterbinden, wurden fast 2000 Palästinenser getötet, der Großteil von ihnen Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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