Trump attackiert Clinton

„Hillary hat viele Frauen verletzt“

Donald Trump hat sich wieder im Ton vergriffen. Er wirft seiner Konkurrentin Clinton vor für die Untreue ihres Mannes mitverantwortlich zu sein. Damit habe sie viele Frauen verletzt, so der exzentrische Milliardär.
Der Republikaner hat zum Teil krude Ansichten. Jetzt wirft er seiner Konkurrentin Clinton vor für der Untreue ihres Ehemanns mitverantwortlich zu sein. Quelle: AP
Donald Trump

Der Republikaner hat zum Teil krude Ansichten. Jetzt wirft er seiner Konkurrentin Clinton vor für der Untreue ihres Ehemanns mitverantwortlich zu sein.

(Foto: AP)

WashingtonIm US-Präsidentschaftswahlkampf hat der republikanische Bewerber Donald Trump die Demokratin Hillary Clinton wegen der Untreue ihres Mannes hart attackiert. Mit Blick auf Affären von Ex-Präsident Bill Clinton sagte Trump in Spokane im Bundesstaat Washington, Hillary habe das Handeln ihres Ehemannes „ermöglicht“ und damit „viele Frauen verletzt“. Einige der Frauen seien „nicht durch ihn zerstört worden, sondern durch die Art, wie Hillary damit umging“.

Trump bezeichnete während seines Wahlkampfauftrittes am späten Samstagabend Bill Clinton als „den Schlimmsten in der Geschichte“. Angesprochen auf Kritik an seinen Äußerungen sagte der populistische Milliardär am Sonntag dem Fernsehsender ABC, solche Angriffe seien „Teil des Spiels“. Schließlich trete das Ehepaar Clinton gemeinsam im Wahlkampf auf.

Mit diesen Firmen scheiterte Donald Trump
Casinos
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Neben zahlreichen Gebäudekomplexen besaß Trump einst auch Casinos. Unter dem Label „Trump Entertainment Resorts“ liefen drei Spielhäuser auf seinen Namen: Trump Taj Mahal, Trump Plaza und Trump Marina. 2014 meldete Trump Entertainments allerdings zum wiederholten Male Insolvenz an. Seiner Meinung nach ein gekonnter Schachzug: „Wir nutzen die Gesetze. Wir eröffnen ein Verfahren, wir verhandeln mit den Banken, wir machen einen fantastischen Deal“, sagte er 2011 in der ABC-Talkshow „This Week“. Die Investmentfirma des bekannten Großinvestors Carl Icahn kaufte „Trump Entertainment“ im vergangenen Monat mitten im Wahlkampf und im laufendem Insolvenzplan auf. Er habe mit Casinos nichts zu tun, da stünde nur sein Name drauf, sagt der Milliardär Trump heute.

Hypotheken
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Auf die Idee von „Trump Mortgage“, zu deutsch Trump-Hypothek, kam der Geschäftsmann im Jahr 2006 – genau ein Jahr, bevor die Immobilienblase in den USA platzte. Damals sagte er gegenüber dem Fernsehsender CNBC: „Ich denke, es ist eine großartige Zeit ein Hypotheken-Unternehmen aufzuziehen. Der Immobilienmarkt wird noch für eine lange Zeit sehr stark sein.“ Das scheint Trump allerdings vergessen zu haben. Er behauptete im Vorwahlkampf, er habe die Krise kommen sehen.

Fluggesellschaft
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1989 kaufte Trump seine eigene Airline. Er baute die Fluggesellschaft zu einer Luxusvariante um und nannte sie „Trump Shuttle“. Die sollte Geschäftsleute zwischen New York, Boston und Washington hin- und herfliegen. Das Innere der Boeing 727 wurde nobel mit Ahorn-Täfelung und verchromten Sitzgurt-Schnallen ausgestattet, in den Toiletten wurden goldene Armaturen angebracht. Aber die Passagiere wollten lieber bessere Verbindungen. Als dann in Folge des Einmarsches irakischer Truppen in Kuwait der Ölpreis in die Höhe schnellte und der Nordosten der USA selber in eine Rezession schlitterte, war es vorbei. Trump Shuttle war überschuldet. Das Unternehmen wurde verkauft. Am Ende ging Trumps Flotte in US Airways auf.

Brettspiel ums Geld
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1989 benannte Trump ein Brettspiel nach sich. Natürlich ging es im Stil von Monopoly darum, wer am Ende das meiste Geld hat. Kurz nach seiner Veröffentlichung wurde die Produktion des Spiels eingestellt. 2005 versuchte er es mit einer Neuauflage in Zusammenarbeit mit Parker Brothers. Aber auch diese Version war ein Flop.

Reiseportal
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Wenn man heute GoTrump.com eingibt, wird man automatisch auf die offizielle Wahlkampfseite von Donald Trump weitergeleitet. Wo jetzt zu Spenden aufgerufen wird, befand sich vor zehn Jahren noch eine Reisesuchmaschine. Nach nur einem Jahr war die Seite offline.

Zeitschrift
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Hier ist Trump bei einem Cover-Shooting für das „Time“-Magazin zu sehen, es gab allerdings auch Zeiten, als Trump sein ganz eigenes Magazin herausbrachte. Das beschrieb er bei der Veröffentlichung 2007 folgendermaßen: „Trump Magazine wird die Leidenschaften seiner wohlhabenden Leserschaft reflektieren.“ Nur anderthalb Jahre später wurde das Magazin für „VIPs und sehr einflussreiche Menschen“ eingestellt.

Edel-Steaks
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Ein Steak mit dem Namen Trump gebrandmarkt: Eigens für den Verkauf über die Händlermarke „Sharper Image“ konnte man ab 2007 ganze 16 Steaks für bis zu 999 Dollar erwerben. Mittlerweile werden die Steaks nicht mehr frei für jedermann verkauft, dafür aber in jedem Gebäude serviert, das zum Trump-Imperium gehört. Für den Milliardär sind es „die besten Steaks der Welt.“

Trumps neueste Äußerungen stehen in einer Reihe von Ausfällen des Bewerbers, unter anderem gegen Muslime und Mexikaner. So hatte er im Sommer mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet.

Trump ist die republikanische Präsidentschaftskandidatur sicher, nachdem seine letzten verbliebenen Rivalen vor einigen Tagen aus dem parteiinternen Rennen ausgestiegen sind. Hillary Clinton wiederum liegt bei den Demokraten klar vor ihrem Rivalen Bernie Sanders, sie steht de facto als Kandidatin ihrer Partei für die Präsidentschaftswahl fest.

  • afp
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