Trump beendet Urlaub
Rückkehr ins Chaos

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Erste TV-Ansprache zur Lage der Nation

Angesichts weiter fallender Umfragewerte sucht Trump jetzt das Heil in Auftritten in Trump-freundlichen Bundesstaaten. Am Montag wird er in Fort Myer in Virginia erwartet, wo er seine erste TV-Ansprache zur Lage der Nation halten wird. Er wird, so viel ist schon klar, eine neue Strategie für die US-Truppen in Afghanistan vorstellen. Die Optionen dabei gehen von einem kompletten Truppenabzug bis zu einer moderaten Aufstockung.

Stephen Bannon soll sich während seiner Zeit als Stratege daneben für den Einsatz von privaten Söldnern eingesetzt haben. Wählt Trump diese Option, würde das einen guten Einblick geben, wie weit der Einfluss Bannons auf den Präsidenten noch geht und die Stimmung erneut anheizen. US-Militärs lehnen diese im Irak-Krieg bereits erprobte Option der gewinnorientierten Kriegs-Dienstleister mittlerweile als zu teuer ab.

Am Dienstag in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona) hat Trump die Chance, im Jubel eines ausgewählten Trump-freundlichem Publikums zu baden – bei Veranstaltungen seiner Wahlkampforganisation kann er als „Kandidat“ das Publikum aussuchen, als Präsident nicht. Die Veranstaltung ist schon im Vorfeld kontrovers, der Kongressabgeordnete Ruben Gallego aus Arizona sprach sich dagegen aus. So kurz nach Charlottesville befürchtet er Zusammenstöße von Trump-Unterstützern und Gegendemonstranten.

Der demokratische Bürgermeister von Phoenix, Greg Stanton, fürchtet noch Schlimmeres: Trump könnte, als Geste an die treuesten seiner Unterstützer, den umstrittenen früheren Sheriff Joe Arpaio begnadigen. Der flammende Trump-Unterstützer Arpaio war bekannt dafür, eine extrem harte Gangart gegen illegale Immigranten zu fordern und auch umzusetzen. Der heute 85-Jährige musste sich wegen zahlreicher Vorwürfe verantworten, darunter Veruntreuung, rassistischer Methoden und Behinderung von Ermittlungen in Fällen von sexuellem Missbrauchs von Kindern .

Im Juli 2017 wurde Arpaio wegen „wissentlicher“ Missachtung eines Gerichtsbeschlusses verurteilt. Er habe seine Untergebenen angewiesen, damit fortzufahren „Menschen zu inhaftieren, gegen die keine Haftgründe vorliegen.“

Arpaio war aber Trumps engster Verbündeter im „Birther“-Skandal, in dem Trump über Jahre die US-Staatsbürgerschaft von Barack Obama anzweifelte. Der Sheriff aus dem kleinen Maricopa County stellte sogar eigene „Ermittlungen“ in dem Fall an. Im Oktober wird das Strafmaß für den ultrakonservativen Trump-Fan erwartet.

„Wenn Präsident Trump nach Phoenix kommt, um eine Begnadigung für Ex-Sheriff Arpaio zu verkünden“, so Phoenix' Bürgermeister Stanton, „ist klar, dass seine wirklichen Ziele sind, die Stimmung anzuheizen und das Land weiter zu spalten.“ Die Polizei in Phoenix richtet sich schon mal auf eine turbulente Nacht ein. Und das Weiße Haus auf die nächste Chaos-Woche.

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Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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  • Trump hat Nord-Korea doch gar nicht entwaffnet, Herr Caruso. Nordkorea hat immer noch Atom-Raketen. Und sie werden garantiert Lust haben, wenn der Trump noch einmal ihnen dumm kommt, die auch abzuschießen. Es liegt nun nur an Nordkorea, zu entscheiden, wann der Krieg losgeht.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Enrico Caruso - 21.08.2017, 16:04 Uhr

    Wenn heute das Rüstungsmaterial schon ausreicht um eine Position von die Stärke zu zeigen, wieso erhöht die Herr Trump dann die Ausgaben für die Rüstung noch mehr?
    Welche Sinn hat die weitere Erhöhung von die Rüstungsbudget wenn die heutige Budget doch schon ausreicht?

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