Trump bei der Uno
„America first“ - dann der Rest der Welt

Drastische Drohungen an Nordkorea, scharfe Kritik am Iran und viel Selbstlob: US-Präsident Donald Trump hält seine erste Ansprache in den Vereinten Nationen. Dabei verteidigt er vor allem einen Satz: „America first.“
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New YorkStraßensperrungen, Hunderte Polizisten, Sprengstoffspürhunde und strengere Sicherheitskontrollen als am Flughafen: Am Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York herrschte am Dienstag Hochsicherheitsalarm.

Der große Plenarsaal in dem ikonischen Gebäude am East River war bis zum Rand gefüllt. Diplomaten und Journalisten versuchten, in letzter Minute einen Platz zu ergattern, um Donald Trumps erste Ansprache vor der Uno-Vollversammlung mitzuerleben.

„Wir treffen uns in einer Zeit immenser Chancen und großer Gefahren“, eröffnete der US-Präsident seine Rede. Und fand zunächst Lob für sich selbst. „Den Vereinigten Staaten geht es sehr gut seit dem Wahltag am 8. November. Die Aktienkurse befinden sich auf Rekordhochs und die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand.“

Doch der erste Verbalschlag ließ nicht lange warten: Trump drohte Nordkorea mit drastischen Maßnahmen. Falls das Regime um Kim Jong Un sein Atomprogramm weiter vorantreibt und die USA oder dessen Verbündete angreift, „werden wir Nordkorea komplett zerstören“, warnte er. Der nordkoreanische Machthaber sei ein „Raketen-Mann auf Selbstmord-Mission.“ Es sei an der Zeit, zu realisieren, dass „Demilitarisierung im atomaren Bereich der einzige Weg für Nordkorea ist“.

Der nordkoreanische Botschafter Ja Song Nam hatte den Saal kurz vor Trumps Rede verlassen. Vor gut einer Woche hatte der Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen das kommunistische Regime verhängt, die Beschränkungen bei Öl- und Gaslieferungen und ein Verbot von Textilimporten umfassen. Der Uno-Beschluss zählt zu Trumps wenigen außenpolitischen Erfolgen. Unbeirrt davon treibt Nordkorea jedoch sein Atomwaffen- und Raketenprogramm weiter voran. Bei der Bewältigung dieses Problems ist Trump auf die Kooperation der Uno und vor allem der Sicherheitsratsmitglieder China und Russland angewiesen.

Trumps nächster Punkt am Uno-Podest: der Iran. Der US-Präsident warf dem „Schurkenstaat“ Unterstützung und Finanzierung von Terroristengruppen vor, der 2015 beschlossenen Atomdeal sei eine „Peinlichkeit für die USA“. Trump deutete eine Aufkündigung des Pakts an, ohne sich dabei konkret festzulegen. Während er seine Wuttiraden gen Iran feuerte, blickte Teherans Uno-Vertreter gelangweilt in die Ferne.

“Es ist die Zeit für Staatskunst“, sagte Uno-Generalsekretär António Guterres noch bei der Eröffnung der 72. Sitzungsperiode, kurz vor Trumps Rede. „Hitzige Reden können zu fatalen Missverständnissen führen. Wir dürfen nicht in einen Krieg schlafwandeln.“ Neben Nordkorea bekämpft die Staatengemeinschaft momentan Krisen an mehreren Fronten: Terrorismus, Syrien, Klimawandel, Atomrüstungskampf, Venezuela, Myanmar und Massenmigration.

Trumps Ansprache sollte „tiefgründig philosophisch“ sein, kündigte ein hoher US-Regierungsbeamter im Vorfeld an. „Es ist ein großartiger Moment und eine wichtige Gelegenheit, um US-Führung und amerikanische Werte zu demonstrieren.“ Trump soll viel Zeit damit verbracht haben, hieß es, die Rede zu verfeinern, um seine „Vision der Welt zu präsentieren.“

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„Wir rufen zu einem neuen Erwachen der Nationalstaaten auf“

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    Wo sind in Deutschland bzw. Europa unsere Silcon Vallleys ?

    Wo sind die Eliteunis, auf welchen Plätzen befinden sich die ersten deutschen ?

    Wo sind unsere Unternehmen die Google, Amazon, Facebook, Uber u.v.a paroli bieten könnten?

    Amerika ist nicht nur eine militärische Weltmacht. Und was hat Deutschland dagegenzuhalten?

    Nichts.



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