Trump-Berater
Kushner wird vor US-Geheimdienstausschuss treten

Donald Trumps Schwiegersohn sorgt vielleicht für Aufklärung: Im Zuge der Russlandvorwürfe soll er im Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen. Im entsprechenden Gremium des Repräsentantenhauses gibt es indes Ärger.
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WashingtonDer Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, hat sich bereit erklärt, vom Geheimdienstausschuss des Senats befragt zu werden. Das teilte das Gremium am Montag (Ortszeit) mit. Das Weiße Haus bestätigte, Kushner werde freiwillig Fragen über die Organisation von Treffen mit dem russischen Botschafter in den USA und anderen Vertretern beantworten.

Hintergrund sind Berichte darüber, dass Russland Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl genommen habe und in Verbindung zu Trumps Team gestanden haben soll. Kushner wird damit der vierte Trump-Verbündete sein, der vor dem Kongressausschuss aussagen wird. Ebenfalls bereit erklärten sich Trumps Ex-Wahlkampfchef Paul Manafort, der Berater Carter Page sowie der mit Trump in Verbindung stehende Roger Stone.

„Herr Kushner wird sicher nicht die letzte Person sein, die der Ausschuss zur Anhörung einberuft“, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses, der Republikaner Richard Burr, gemeinsam in einer Mitteilung mit dem Top-Demokraten Mark Warner.

Bei der Geheimdienstuntersuchung im Repräsentantenhaus kam es unterdessen zu Verstimmungen wegen des Republikaners Devin Nunes. Der dortige Vorsitzende des Geheimdienstausschusses steht unter Druck, weil er Informationen über eine angebliche Überwachung des Teams von US-Präsident Donald Trump offenbar aus dem Weißen Haus erhalten haben soll.

Nunes selbst hatte bestätigt, die Hinweise auf dem Gelände des Weißen Hauses bekommen zu haben. Vergangene Woche hatte er behauptet, Daten von Trumps Team seien möglicherweise bei einer legalen Abhöraktion gegen andere Ziele abgeschöpft worden. Für den Verdacht berief er sich auf eine anonyme Quelle.

Dass Nunes für die Informationen auf dem Grundstück der Trump-Regierung war, sorgte unter hochrangigen Demokraten für Empörung. Sie forderten, Nunes müsse vom Vorsitz zurücktreten - er sei offensichtlich voreingenommen und könne die Untersuchung nicht mehr objektiv vornehmen, erklärte etwa der ranghöchste Demokrat im Geheimdienstausschuss, Adam Schiff.

Ähnliches forderten auch die demokratische Minderheitsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, und der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Paul Ryan, der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, erklärte hingegen, er habe volles Vertrauen in Nunes.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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