Trump in Israel
Small Talk und Zuversicht am Rollfeld

Der Besuch von US-Präsident Donald Trump in Israel beginnt mit einer Menge Optimismus: Er sehe eine „seltene Gelegenheit“, um der Region Frieden zu bringen. Dabei wird sein Rüstungsdeal mit den Saudis kritisch beäugt.
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Tel AvivUS-Präsident Donald Trump hat seinen Besuch in Israel mit einer optimistischen Botschaft begonnen. Nach seinen Gesprächen in Riad sei er überzeugt, dass ein israelisch-palästinensisches Abkommen im Bereich des Möglichen liege. Er sehe eine „seltene Gelegenheit“, um der Region Frieden zu bringen. So seien Sunniten bereit, auf Israel zuzugehen, allenfalls sogar die Palästinenser unter Druck zu setzen, sich kompromissbereiter zu zeigen, falls Jerusalem Konzessionen mache. Offen ist allerdings, ob Netanjahu seine Koalition auf Kompromisse einschwören kann.

Arabische Zeitungen berichten von einer Friedenskonferenz, die „sehr bald“ im ägyptischen Badeort Sharem el Sheich oder Washington stattfinden werde. Neben der israelischen, palästinensischen und jordanischen Spitze könnten auch Top-Politiker aus Saudi-Arabien eingeladen werden. Es wäre das erste Mal, dass Saudis gemeinsam mit Israelis und Palästinensern am Verhandlungstisch sitzen. In Riad sei man sehr an einem israelisch-palästinensischen Frieden interessiert, sagte Trump, der wenige Stunden zuvor mit dem König von Saudi-Arabien gesprochen hatte.

Nach einem ersten Treffen mit Staatspräsident Ruben Rivlin griff Trump erneut die Forderung auf, dass die Unterstützung von Terroristen durch Teheran ein „sofortiges“ Ende haben müsse.

Später besuchte Donald Trump hat als erster amtierender US-Präsident die für Juden heilige Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt. Fernsehbilder zeigten Trump am Montag in Begleitung jüdischer Geistlicher. Er ging anschließend alleine an die Mauer und legte mit geschlossenen Augen eine Hand an sie. Trump trug eine Kippa, eine jüdische Kopfbedeckung. Er steckte auch einen Bittzettel in die Wand.

Um diesen Besuch mit großer Symbolkraft hatte es einiges Hin und Her gegeben. Der Besuch wurde als privat deklariert, damit Israel ihn nicht als Zeichen für seinen Anspruch auf ganz Jerusalem als seine ewige, unteilbare Hauptstadt werten kann. Trump wurde bei seinem Besuch nicht von Politikern begleitet.

Amerikanische Diplomaten hatten vor der Reise gesagt, die Klagemauer liege nicht in Israel, sondern im palästinensischen Westjordanland. Später distanzierte sich das Weiße Haus davon. Außenminister Rex Tillerson sagte auf dem Weg nach Israel, die Klagemauer sei Teil Israels.

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Weiße Haus verzichtet auf Händedruck

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