Trumps „Buy American“ – und mögliche Folgen: Deutsche Maschinenbauer: „Trump spielt mit dem Feuer“

Trumps „Buy American“ – und mögliche Folgen
No more Haribo Gold Bears?

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Deutsche Maschinenbauer: „Trump spielt mit dem Feuer“

Zudem leben die USA als Importweltmeister seit Jahren ökonomisch über ihren Verhältnissen. Anders als bei Produkten „Made in Germany“ reichen die Ausfuhren aus Kalifornien, Texas, Michigan und Co. bei weitem nicht aus, den noch viel größeren Strom an Einfuhren auszugleichen. Neben den Nachbarn Mexiko und Kanada ist China einer der wichtigsten Handelspartner. Vor allem Unterhaltungs- und Haushaltselektronik kommt in Unmengen aus Asien. China allein steht für einen guten Teil des US-Handelsbilanzdefizits gerade. Ein Grund, warum die USA seit Jahren mit Peking im Clinch liegen. Der Vorwurf: China halte seine Währung künstlich billig und fördere damit seine Ausfuhren über Gebühr.

Dann klingt es doch nach einem guten Rezept, Importe zu beschneiden?

Nur auf den ersten Blick. Der US-chinesische Wirtschaftsrat USCBC argumentiert im Gegenteil, dass die Handelsbeziehungen mit China aktuell 2,6 Millionen Jobs in den USA sicherten – einschließlich der Arbeitsplätze, die chinesische Firmen in Amerika geschaffen hätten. USCBC nennt als Beispiele den Hausgerätehersteller Haier, der Anfang 2016 die Haushaltsgerätesparte des US-Riesen General Electric kaufte, oder den Autozulieferer Wanxiang, die beide für jeweils mehr als 10.000 Arbeitsplätze stünden.

Was sagen Ökonomen zum Nutzen von Einfuhrhemmnissen?

Die Idee, die heimische Wirtschaft über Importzölle zu schützen, zählt für die Ökonomen der Bertelsmann-Stiftung zu den „Makro-Mythen“ der Volkswirtschaft. Sie schienen nur ein geeignetes Mittel, um die Wirtschaft im eigenen Land zu verbessern. „Tatsächlich aber schwächt diese Einschränkung des internationalen Handels Wachstum und Beschäftigung in allen Volkswirtschaften, die von diesen Handelseinschränkungen betroffen sind.“

Was würde geschehen?

Zum einen würden etliche importierte Waren teurer. US-Kunden müssten also bei Toys„R“Us möglicherweise viel mehr Geld für Spielzeug „Made in China“ zahlen – oder fänden nur noch teurere Produkte aus heimischer Fertigung vor. Außerdem müsste mit Vergeltung gerechnet werden, was die Exportchancen eigener Produkte einschränkt. Langfristig droht indes noch ein viel größeres Problem: Lasse der Druck durch ausländische Firmen nach, sinke auch der Zwang, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den ausländischen Konkurrenten zu verbessern, so Bertelsmann-Autor Thieß Petersen.

Müssen sich die Deutschen Sorgen machen?


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„Wenn die US-Wirtschaft hustet, bekommen Europa und Deutschland eine Lungenentzündung“ – diese Faustformel galt über Jahrzehnte. Mittlerweile hat die direkte Bedeutung der US-Wirtschaft aber abgenommen. In den sechziger und siebziger Jahren gingen noch bis zu 14 Prozent der deutschen Ausfuhren in die USA. Der Anteil hat sich inzwischen glatt halbiert. Als Abnehmer viel wichtiger ist unser europäischer Nachbar Frankreich.

Am stärksten nach vorn kam in den vergangenen Jahren China. Für einzelne Branchen könnten Handelshindernisse indes schon empfindlich sein, zum Beispiel für den Maschinenbau. Die USA sind der größte Einzelmarkt für den Export von Maschinen „Made in Germany“. Deshalb warnte der Branchenverband VDMA auch schon: „Präsident Trump spielt mit dem Feuer.“

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die meisten deutschen Leitmedien bzw. die dahinter schreibenden eher links ausgerichteten Journalisten haben den Wahlsieg Trumps wohl immer noch nicht akzeptiert, so scheint es.

    "Kauft amerikanisch" wird selbst Trump wohl kaum verordnen können, vor allem wenn das heimische Produkt schlechter als das ausländische Pendant ist.
    Gemeint sein kann solch ein Quotenspruch wohl nur, wenn die Produkte in Eigenschaft, Qualität und Preis gleich sind. Dann im Zweifel die lokale Wirtschaft, also seinen oder den Arbeitsplatz des Nachbarn zu schützen ist nichts verwerfliches.

    Ich erinnere nur an die vielen Staatsquoten, die wir in Deutschland von der Politik vorgesetzt bekommen ... das sagt der links denkende Journalist jedoch nichts, weil es seiner eigenen politischen Denke in den Kram passt.

    Mir persönlich gibt es ohnehin schon zu viel Staat, der sich überall einmischt. Der Staat sollte sich auf das besinnen wofür er da ist, äußere und innere Sicherheit garantieren (also die Grenzen vor illegaler Zuwanderung schützen und im inneren bei insb. Gewaltverbrechen hart durchgreifen, dazu gehört auch Drogenkriminalität).

  • klingt fast so, als müsste man sich als Deutscher dafür schämen, Deutsche Waren und Dienstleistungen, bevorzugt zu kaufen...

    ah stimmt, so ist es ja in dieser tollen Globalisierungswelt wirklich. Gut ok

  • Und so geht das mit den Investitionen mit etwas Überredungskunst.
    TAIPEI (Reuters) - Foxconn, the world's largest contract electronics maker, is considering setting up a display-making plant in the United States in an investment that would exceed $7 billion, company chairman and chief executive Terry Gou said on Sunday.

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