Trumps Plauderei mit Russland: Sensible Informationen sollen aus Israel stammen

Trumps Plauderei mit Russland
Sensible Informationen sollen aus Israel stammen

Die sensiblen Informationen, die US-Präsident Trump an Russland weitergegeben haben soll, stammen angeblich aus Israel. Über den Umweg Russland könnten die Informationen an den Iran gelangen – den Erzfeind Israels.
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WashingtonDie sensiblen Informationen über die Pläne von IS-Terroristen, die von US-Präsident Donald Trump mutmaßlich an Russland weitergegeben wurden, stammen einem Bericht der „New York Times“ zufolge aus israelischen Geheimdienstquellen. Die Zeitung beruft sich auf ehemalige und gegenwärtige Mitarbeiter der US-Regierung. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums wollte auf dpa-Anfrage nicht zu den Zusammenhängen Stellung nehmen.

Trump hatte sich in der vergangenen Woche mit dem russischen Botschafter Sergej Kislyak und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow im Weißen Haus getroffen. Bei der Unterredung sprach der US-Präsident auch über mögliche Bedrohungen durch IS-Terroristen im Zusammenhang mit Laptops in Flugzeugen. Dabei sollen Dinge zur Sprache gekommen sein, die Rückschlüsse auf geheimdienstliche Quellen und Methoden zulassen. Unter anderem soll Trump auch den Ort genannt haben, wo sensible Informationen gesammelt worden seien.

Dass die Informationen nach Darstellung der „New York Times“ zumindest zum Teil aus Israel stammen könnten, hat eine besondere Brisanz. Über den Umweg Russland könnten die Informationen an den Iran gelangen – Erzfeind Israels und Verbündeter Russlands. Trump besucht im Zuge seiner ersten Auslandsreise in der nächsten Woche den jüdischen Staat.

Der Chef des Geheimdienstausschusses im US-Senat hat unterdessen eine Erläuterung des Weißen Hauses zu den Informationen gefordert, die Präsident Donald Trump an Russland weitergegeben hat. Er habe den ganzen Morgen auf einen Anruf von jemandem gewartet, der ihm erklären könne, was bei dem Gespräch zwischen Trump, Russlands Außenminister Sergej Lawrow und dem russischen Botschafter Sergej Kisljak beredet worden sei, sagte der Republikaner Richard Burr am Dienstag.

„Meine größte Sorge ist jetzt, dass wir nicht wissen, was der Präsident gesagt hat“, fügte Burr hinzu. Ein Telefonanruf eines Gesprächszeugen aus dem Weißen Haus könne das womöglich klären, aber: „Vielleicht sind sie beschäftigt.“

Die „Washington Post“ hatte berichtet, Trump habe Lawrow und Kisljak geheime Informationen weitergegeben. Trump erklärte später, er habe mit den Russen „Fakten betreffend Terrorismus und Airline-Flugsicherheit“ besprochen. Dazu habe er ein „absolutes Recht“. Sein Nationaler Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster versicherte, Trump habe nur „völlig angemessene“ Informationen weitergegeben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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