Trumps Steuerreform
Das 15-Prozent-Versprechen bleibt

Eine „echte Steuerreform für hart arbeitende Amerikaner“, verspricht Donald Trump in einer Grundsatzrede. Zunächst will der US-Präsident aber die Steuern für Unternehmen senken.
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SpringfieldUS-Präsident Donald Trump hat ein Gerüst für eine umfassende Steuerreform vorgelegt. Demnach sollte eine Reform vier Voraussetzungen erfüllen: Sie müsse für alle verständlich und handhabbar sein, die Steuersätze müssten dem internationalen Wettbewerb standhalten, mittlere Einkommen müssten entlastet und derzeit im Ausland versteuerte Vermögen müssten zurückgeholt werden.

„Das ist eine Möglichkeit, hart arbeitenden Amerikanern eine echte Steuerreform zu bieten, die es einmal in einer Generation gibt“, sagte Trump am Mittwoch in Springfield im Bundesstaat Missouri.

An seinem Plan, die Unternehmenssteuern auf 15 Prozent abzusenken, hält er dabei fest. Dieser Schritt sei zwingend, um die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft wiederherzustellen, sagte Trump. „Wir müssen die Steuerquote für amerikanische Unternehmen senken, damit sie Arbeitsplätze in Amerika erhalten können, Arbeitsplätze in Amerika schaffen und um Arbeiter kämpfen, genau hier in Amerika“, sagte Trump. „Idealerweise möchten wir unsere Unternehmenssteuerquote auf 15 Prozent senken.“

Wirtschaftsvertreter und republikanische Politiker begründen die geplante Unternehmenssteuerreform damit, dass Firmen wettbewerbsfähiger werden müssten. In den USA gilt derzeit eine Körperschaftsteuer von 35 Prozent. Das ist weltweit einer der höchsten Sätze.

Manche Beobachter bezweifeln angesichts zahlreicher Querelen im Weißen Haus und Widerstand aus der eigenen Partei zunehmend, dass Trump wichtige Vorhaben wie die Steuerreform oder Großinvestitionen in die Infrastruktur wird umsetzen können. Dabei herrscht seine republikanische Partei derzeit nicht nur über das Weiße Haus, sondern hat die Mehrheit auch in Senat und Abgeordnetenhaus. Allerdings hatte Uneinigkeit in der Partei bereits dazu geführt, dass eine geplante Gesundheitsreform scheiterte. „Ich möchte vom Kongress nicht enttäuscht werden, versteht ihr mich?“, sagte Trump am Mittwoch.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Kommentare zu " Trumps Steuerreform: Das 15-Prozent-Versprechen bleibt"

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  • Wir Investoren denken auch, dass eine Steuerreform angebracht ist, müssen wir doch Briefkästen pflegen um die US Dividensteuer von 40% zu umgehen. 15% sind angemessen und würden auch bezahlt. Wir Finken sind immer großzügig.

  • Die Steuerreform ist ein Kernelement der Trump`schen Wirtschaftspolitik.

    Das ist sehr lobenswert. Es stellt sich jetzt die Frage in wieweit Herr Trump in der Lage ist den Kongress zu überzeugen.

  • Unternehmenssteuer einfach gemacht. Schlachte nicht die Kuh solange du Milch willst. Ist natürlich zu schwer zu verstehen für den sozialistischen Polit-Kasper.

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