"Truppen bleiben nicht, wenn sie unerwünscht sind"
Bremer erwägt möglichen US-Rückzug im Irak

Der US-Zivilverwalter in Irak, Paul Bremer, hat am Freitag die Möglichkeit eine Rückzugs der USA aus dem Land angedeutet. Es sei nicht möglich, in einem Land zu bleiben, wo die USA „nicht willkommen“ seien, sagte er.

HB BAGDAD. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dies geschehen werde, fügte Bremer bei einem Treffen mit lokalen Führern der zentralirakischen Provinz Dijala hinzu. Sein Sprecher Dan Senor sagte später vor Journalisten: „Wir sehen einer engen Partnerschaft mit der irakischen Übergangsregierung nach dem 30. Juni entgegen.“

Am 30. Juni soll die Besatzung formal enden, die US-geführte Besatzungsverwaltung CPA aufgelöst und die Macht auf eine irakische Übergangsregierung übertragen werden. Rund 130 000 US-Soldaten sollen aber unabhängig davon weiter in dem von bewaffneten Aufständen erschütterten Land bleiben. „Die Koalitionsstreitkräfte haben gemäß der UN-Sicherheitsratsresolution 1511 ein legitimes Recht, den gesamten Verfassungsgebungsprozess hindurch zu bleiben“, sagte Senor. Dennoch würden US-Truppen „niemals bleiben, wenn sie unerwünscht sind“, führte Senor weiter aus.

Nach den Plänen soll die am 30. Juni einzusetzende Übergangsregierung Wahlen bis Ende Januar 2005 vorbereiten. Das dann gewählte Parlament soll im Laufe des Jahres 2005 eine Verfassung ausarbeiten und durch ein Referendum bestätigen lassen.

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