Truppen sind täglich Ziel von Angriffen
US-Senat: Nato und Uno sollen im Irak helfen

Der US-Senat hat sich dafür ausgesprochen, die Nato und die Uno in den Irak-Einsatz der USA einzubinden, der hohe Summen verschlingt und in dem beinahe täglich US-Soldaten angegriffen werden.

Reuters WASHINGTON. Der Senat forderte am Donnerstag einstimmig US-Präsident George W. Bush dazu auf, ein rasches Gesuch an die Nato zu erwägen, sich mit Truppen zu beteiligen. Die Uno könnte ihre Mitgliedstaaten dazu aufrufen, Streitkräfte und Polizisten zu stellen und den Wiederaufbau die Verwaltung zu unterstützen, erklärte die Kammer. Als falschen Stolz bezeichnete, der führende Vertreter der Demokraten im Streitkräfteausschuss, Carl Levin, die Haltung der Regierung, nach dem Streit mit Deutschland und Frankreich wegen des Irak-Krieges, die Nato und die Uno nicht formal um Unterstützung ersucht zu haben.

In der nichtbindenden Resolution sprach sich der Senat für eine Fortsetzung des US-Einsatzes in dem Golfstaat aus mit dem Ziel, einen „friedlichen, stabilen und vereinten Irak mit einer repräsentativen Regierung“ zu bilden. Allerdings stelle die Situation in dem Land eine große Gefahr für die US-Truppen dar. Diese sind beinahe täglich das Ziel von Angriffen. Seit dem von Bush am 1. Mai erklärten Ende der Hauptkriegshandlungen sind im Irak mehr als 30 US-Soldaten getötet worden. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat für den Einsatz monatlich knapp vier Milliarden Dollar veranschlagt.

Die Nato-Staaten Deutschland und Frankreich hatten den Krieg strikt abgelehnt und stellen auch keine Truppen in dem Land. Die Nato unterstützt allerdings logistisch einen Einsatz des Mitgliedstaates Polen im Irak. Der Irak-Konflikt hatte die Allianz erheblich belastet, in der etwa Großbritannien und Spanien den Kurs der USA unterstützten, während Frankreich, Deutschland und Belgien einen Krieg ablehnten. Auch der Uno-Sicherheitsrat war in der Frage tief gespalten. Die USA und Großbritannien bemühten sich in dem Gremium vergeblich um eine Resolution, die den Krieg legitimieren sollte.

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