Tschechien
Griechen sollten ohne Hilfen aus Euro-Zone austreten

Griechenland kämpft verzweifelt gegen die Staatspleite. Nach Meinung des tschechischen Zentralbank-Gouverneur Miroslav Singer sollte Griechenland den Euro-Raum verlassen.
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PragGriechenland sollte nach Ansicht des tschechischen Zentralbank-Gouverneurs Miroslav Singer nicht nur den Euro-Raum verlassen, sondern es sollte von Europa auch keine umfangreichen Finanzhilfen erhalten. „Wenn der Wille nicht da ist, Griechenland eine riesige Summe Geld aus europäischen Strukturfonds zu geben, sehe ich keine andere Lösung, als dass es aus der Euro-Zone austritt und die neue griechische Währung stark abgewertet wird“, sagte Singer der Zeitung „Hospodarske Noviny“ (Montagausgabe) einem Vorabbericht zufolge.

Zudem sollten sich die Europäer auf Hilfen für Banken konzentrieren statt sich über Jahre hinweg mit Griechenland zu beschäftigen, das nur zwei Prozent der europäischen Wirtschaft ausmache. Mit den bisherigen Krediten sei hauptsächlich Zeit gewonnen worden und die Reichen Griechen hätten ihr Geld außer Landes schaffen können. Singer sagte zudem, die europäischen Politiker müssten eingestehen, dass es möglicherweise notwendig sei, den Banken neues Kapitel zu geben. „Wir müssen aufhören so zu tun, als ob wir nie wieder Banken rekapitalisieren.“

Wegen der Krise in Griechenland könnte es notwendig werden, selbst recht großen Instituten frisches Geld zu geben. Man müsse sich sofort mit den Problemen der Banken befassen. In den großen europäischen Staaten stoße dies allerdings auf Hindernisse, sagte er. „Es gibt Politiker, die starke Worte benutzen - „niemals, niemals, niemals'.“ Tschechien ist Mitglied der Europäischen Union, jedoch nicht der Euro-Zone.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Tschechien: Griechen sollten ohne Hilfen aus Euro-Zone austreten"

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  • Der falsche Weg!
    erst muß D, NL, und AU aus dem Euro in eine neue (gemeinsame?)- damit dieser rund ein Drittel abwerten kann.
    Dann die anderen in einer zweiten Welle - im 30%-Euro drin bleiben die PIIGS., die so billiger Urlaub, Ferienhäuser und Südfrüchte anbieten können.
    Nur so ist es der richtige Weg!

  • Was geht den Steuerzahler eine Pleite Bank an ?

  • @sat
    Was soll das? In Sachen Vermögensteuer für reiche Griechen, die ihre Steuerhinterziehungs- und Korrumptionsgelder nach London und in die Schweiz transferieren hat "ihr" vollkommen recht.
    Formulieren sie argumentativ eine Gegenposition und schimpfen Sie nicht.
    Danke.

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