Tschetschenischer Ex-Präsident getötet
Maschadow war angeblich vorher schon gefangen

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben zehn Millionen US-Dollar (7,6 Millionen Euro) an mehrere Personen ausgezahlt, deren Hinweise zur Tötung des früheren tschetschenischen Präsidenten Aslan Maschadow geführt hatten.

HB MOSKAU. Außerdem werde ihnen geholfen, in eine andere Region Russlands oder ein islamisches Land umzusiedeln, teilte der FSB am Dienstag in Moskau mit. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Recherchen russischer Medien zogen indes die offizielle Version von Maschadows Tod am 8. März in Zweifel. Der Tschetschenen- Präsident sei bereits Tage zuvor vorher gefangen genommen und getötet worden, schrieb die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Dienstag. Der angebliche Sturm auf sein Versteck sei inszeniert worden.

Der moskautreue tschetschenische Vizeregierungschefs Ramsan Kadyrow hatte im Fernsehen gesagt, er habe mit Maschadow gesprochen. Der seit Jahren im Untergrund operierende Maschadow war nach offizieller Darstellung am 8. März in dem Dorf Tolstoi-Jurt von Sondereinsatzkräften getötet worden. Nach dem Geiseldrama von Beslan mit 330 Toten im September 2004 hatten die russischen Behörden ein Kopfgeld von 300 Millionen Rubel für Hinweise auf Maschadow und den Topterroristen Schamil Bassajew ausgesetzt.

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