Tsipras bekräftigt: Griechenland will kein drittes Hilfspaket

Tsipras bekräftigt
Griechenland will kein drittes Hilfspaket

Gibt es weitere Hilfsmilliarden für Griechenland oder nicht? Gerüchte um ein drittes Hilfspaket für Athen machen die Runde. Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras will davon jedoch nichts wissen.
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Brüssel/BerlinVerwirrung um angebliche Gespräche über weitere Hilfen für Griechenland im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro: Eine Sprecherin von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sagte am Montag in Brüssel, unter den Finanzministern der Euro-Zone werde nicht über ein drittes Hilfsprogramm für die Regierung in Athen diskutiert.

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte indes zuvor in Pamplona erklärt, in der Euro-Zone liefen derzeit Gespräche über ein drittes Programm. Dabei gehe es um 30 bis 50 Milliarden Euro. Das zweite Programm endet im Juni. Was danach kommt, ist offen. Viele Experten gehen davon aus, dass das Land weitere Hilfen benötigen wird. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat aber wiederholt gesagt, ein drittes Hilfsprogramm werde es nicht geben, weil das griechische Volk diese Programme mit ihren scharfen Auflagen abgewählt habe.

Dijsselbloem bot Griechenland am Montag neue Hilfen schon für März an, damit das Land kurzfristige Engpässe überbrücken kann. Bedingung sei aber die Umsetzung vereinbarter Reformen. Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis lehnt neue Darlehen zu den bisherigen Konditionen aber ab.

Die Euro-Zone hat das zweite Hilfsprogramm gerade erst bis Ende Juni verlängert. Nur wenn Griechenland bis dahin einen mit den Gläubigern abgestimmten Reformplan umsetzt, hat es Anspruch auf weiteres Geld. Insgesamt geht es um 7,2 Milliarden Euro. Was nach dem Ende des Rettungsprogramms passiert, steht bisher nicht fest. De Guindos sagte, ein drittes Programm könnte dem klammen Land flexiblere Konditionen bieten. Zur Solidarität seiner europäischen Partner gebe es derzeit keine Alternative.

Griechenland ist seit 2010 vom Kapitalmarkt angeschnitten und wird seitdem von seinen Euro-Partnern und vom IWF mit 240 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt. Varoufakis sagte dem „Handelsblatt“ auf die Frage nach einem dritten Hilfspaket: „Wir wollen nicht mehr Geld.“ Das Land brauche eine von Investitionen getragene Erholung seiner Wirtschaft: „Die neue Vereinbarung, die wir bis Ende Juni aushandeln wollen, muss ein Wachstumspakt sein, der sich auf Investitionen des Privatsektors gründet.“

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  • Drittes Hilfspaket für Griechenland
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    ■ Tsipras will es - noch - nicht.
    ■ Dijsselbloem dementiert.
    Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte indes zuvor in Pamplona erklärt, in der Euro-Zone liefen derzeit Gespräche über ein drittes Programm. Dabei gehe es um 30 bis 50 Milliarden Euro.
    ■ Varoufakis will nicht zurückzahlen.
    ■ Tsipras und Varoufakis wollen Schuldenschnitt.

  • Das nächste eigen Tor hat der Gr Finanzminister geschossen, wo er sagt das sie kein Geld hätten um die nächst Zahlungen zu tätigen, und das wüsste die EU. Den er will einen Schuldenschnitt. Er ist aber nicht fähig die 76 Milliarden Steuerschulden einzutreiben. Wir würden bei uns sagen; die Bewegung ist nicht schlecht, jetzt solltes nur noch Lernen zu Arbeiten.

  • >> „Der griechische Finanzminister äußert sich zu zahlreichen Dingen, so zahlreich, dass es inzwischen schon fast schwierig ist, den Überblick zu bewahren“, sagte der Ministeriumssprecher ||

    Und an Schwierigkeiten sind bekanntlich die EU/Schmarotzer nicht gewohnt !


    Eher schalten sie ihren Verstand ganz ab, als sich mit Schwierigkeiten herumzuschlagen.


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