Tsipras-Putin-Treffen
Russische Gelder sollen noch nicht fließen

Am kommenden Mittwoch trifft sich der griechische Ministerpräsident, Alexis Tsipras, mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Russische Finanzhilfen für das klamme Land stehen aber nicht auf der Agenda.
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MoskauRussland hält sich bedeckt zu möglichen Finanzhilfen für das klamme Griechenland. Vor dem Moskau-Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras am Mittwoch sei es noch zu früh, über diese Möglichkeit zu sprechen, sagte ein Kreml-Sprecher am Freitag.

Das Treffen von Tsipras und Russlands Präsident Wladimir Putin drehe sich um die Beziehungen zwischen der Regierung in Moskau und der Europäischen Union sowie die EU-Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise. Moskau dringt auf eine Aufhebung der Strafmaßnahmen und sucht dazu Unterstützung bei EU-Staaten, besonders von Ungarn und Griechenland.

Die neue griechische Regierung hat zwar gesagt, dass sie keine Finanzhilfen aus Moskau anstrebt. Aber die Verhandlungen mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über neue Rettungsgelder waren bislang erfolglos.

Der Regierung in Athen drohen binnen Wochen die Mittel auszugehen. Als kritischer Termin gilt Donnerstag, der 9. April. Bis dann muss das Land rund 450 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen. Nach Informationen von Insidern aus der Euro-Zone warnte Athen, es sei nicht genug Geld vorhanden, um an dem Tag sowohl diese Tranche zu überweisen als auch die Renten- und Pensionsauszahlungen zu leisten. Der stellvertretende

Finanzminister Dimitris Mardas sagte am Freitag dem Sender Skai TV, sein Land sei in der Lage, die Zahlung an den IWF pünktlich zu überweisen. Seinen Worten zufolge lagen die Einnahmen des Staates im März über den Zielvorgaben. Zahlen nannte Mardas allerdings nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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