Tsipras trifft Putin
Flirten auf Griechisch

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras reist zu einer zweitägigen Visite nach Moskau. Er nennt das einen ganz normalen Staatsbesuch unter Freunden. Doch die EU-Partner Griechenlands sehen den Flirt mit Sorge.
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AthenAls Alexis Tsipras am Dienstagabend um 19 Uhr in Moskau landete, brauchte er seine Uhr nicht umzustellen. Seit Russland jetzt die erst 2011 eingeführte Sommerzeit wieder abschaffte, gehen die Uhren in Athen und Moskau gleich. Das soll nicht die einzige Gemeinsamkeit bleiben.

Die Beziehungen der EU zu Russland mögen noch so frostig sein, Tsipras sieht im griechisch-russischen Verhältnis einen „Frühling“ anbrechen. „Der Winter ist vorbei“, verkündete der Athener Premier der russischen Nachrichtenagentur Tass.

Aber wie weit wird Tsipras bei seinem Kuschelkurs im Kreml gehen? Schert er aus der gemeinsamen Front der EU-Staaten gegenüber Russland aus? Wird es Wladimir Putin gelingen, einen Keil in die EU und die Nato zu treiben? Lässt sich der Kreml-Cchef das womöglich sogar einen Milliardenkredit kosten?

Selten wurde der Moskau-Besuch eines europäischen Regierungschefs in Brüssel und den anderen EU-Hauptstädten, aber auch in Washington so aufmerksam und so misstrauisch verfolgt wie die Visite des exzentrischen und geldhungrigen Griechen.

Welche Bedeutung Tsipras selbst seinem Besuch beimisst, zeigt schon der Umstand, dass er in den vergangenen Wochen gleich drei Kabinettsmitglieder nacheinander nach Moskau schickte, um die Reise vorzubereiten: Außenminister Nikos Kotzias, Vize-Verteidigungsminister Kostas Isychos und Energieminister Panagiotis Lafazanis.

Alle drei kommen, wie Tsipras selbst, aus der sowjettreuen Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE). Eine Affinität zum heutigen Russland darf vermutet werden, bei aller Nostalgie der griechischen Kommunisten für die Stalin-Ära.

Ursprünglich wollte Tsipras erst am 9. Mai nach Moskau fliegen, um an den Feierlichkeiten zum Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland teilzunehmen. Dass die Reise vorverlegt wurde, signalisiert Dringlichkeit. Zufall oder nicht: Der 9. April ist just jenes Datum, an dem nach Berechnungen von EU-Experten in Athen das Geld ausgehen könnte.

Kommentare zu " Tsipras trifft Putin: Flirten auf Griechisch"

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  • @ Herr peter Spirat

    >> oje, sorry, war wohl doch etwas zu hoch für Sie? >>

    Sie schätzen den Dünnschi**, den sie hier verbreiten, für ihresgleichen evtl. zu hoch ein....:-)



  • Wenn nicht bald wieder ein Co-Pilot von Germanwings für Alternativmeldungen sorgt werden wir wieder in Deutschland nur noch über Griechenland sprechen. In keinem anderen Land scheint der Mob von den Medien wie die Deutsche gegen Greichenland gehetzt zu sein.
    Die Gehirnwäsche und Gleichschaltung Made in Germany scheint immer noch nach fast 80 Jahren zu funktionieren, einfach nicht dazu gelernt! Oder "gelernt ost gelernt"!

  • --@ Herr Vittorio Queri

    oje, sorry, war wohl doch etwas zu hoch für Sie?

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