Tsipras, Varoufakis und Co. Was das Ausland über Griechenland denkt

Die Griechen wollen nicht mehr sparen, am liebsten wäre ihnen sogar ein Schuldenerlass. Von der neuen Leichtigkeit in Athen hält Deutschland nicht viel. Doch auf wessen Seite steht das europäische Ausland? Ein Überblick.
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Die Briten verfolgen den Showdown zwischen Deutschland und Griechenland wie einen Action-Thriller. Auf der Titelseite des „Economist“ zückt eine griechische Aphrodite die Pistole, und es wird Dirty Harry zitiert: „Go ahead Angela, make my day.“ Quelle: Economist
So titelt „The Economist“

Die Briten verfolgen den Showdown zwischen Deutschland und Griechenland wie einen Action-Thriller. Auf der Titelseite des „Economist“ zückt eine griechische Aphrodite die Pistole, und es wird Dirty Harry zitiert: „Go ahead Angela, make my day.“

(Foto: Economist)

Düsseldorf/London/Mailand/Wien/ZürichWas ist das nur für einer, dieser Alexis Tsipras, der neue griechische Ministerpräsident? Und erst Yanis Varoufakis, der Finanzminister? Ohne Krawatte, ganz leger, dafür mit frechen Vorstellungen. Diese Griechen, die mit Blitzgeschwindigkeit eine neue Regierung bilden, schnellstmöglich für ihre Sache Verbündete im Euro-Raum suchen und die zentrale Forderung aufstellen: Weg mit der Troika und her mit einem Schuldenerlass.

Damit hatten die Deutschen nicht gerechnet. Und während ein Teil der Presse zum Beispiel dazu aufruft, der neuen Regierung in Griechenland eine Chance zu geben, ist die Meinung der Deutschen laut aktuellen Umfragen ziemlich eindeutig – wenigstens zu den Forderungen:

68 Prozent sind gegen einen weiteren Schuldenschnitt, 85 Prozent haben Sorge, dass die Deutschland bei einer Griechenland-Rettung mehr zahlen muss als bisher vorgesehen, 58 Prozent fordern, dass Athen die bestehenden Vereinbarung einhält, aber mehr als die Hälfte (54 Prozent) will, dass die Griechen den Euro behalten.

Die Deutschen sehen das so wie ihr Bundesfinanzminister. Auf der ersten gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Varoufakis in der vergangenen Woche gab sich Wolfgang Schäuble (CDU) locker, freundlich und rückte keinen Zentimeter von seinem Standpunkt ab: Einen Schuldenschnitt wird es nicht geben, die Griechen sollen sich an die bestehenden Abmachungen halten – egal, welche Regierung nun am Zug ist. Und auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält nichts von den Forderungen der Griechen.

Doch wie sieht das europäische Ausland den neuen Kurs der Griechen? Unsere Korrespondenten berichten.

Maike Freund, Düsseldorf

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34 Kommentare zu "Tsipras, Varoufakis und Co.: Was das Ausland über Griechenland denkt"

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  • Was ich von Griechenland halte ist klar!
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    Raus aus dem Euro, in dem sie sich mit Hilfe von Goldman Sachs hineingeschmuggelt haben. Rückkehr zur Drachme!
    Keine weiteren "Hilfspakete" mehr für die "Pleitegriechen"!

    Griechenland hat jetzt eine linksradikale (Syriza) - rechtsradikale (Anel) Regierung. Aber jedes Land hat die Regierung, die es verdient.
    Die Griechen sind native Parasiten.

  • Von meinem (iranischen-) Professor habe ich gerade erfahren, dass noch Griechenland sich bisher geweigert hat, die Wiedergutmachung für die griechischen Greultaten durch Alexander dem Großen zu leisten. Alexander hat derzeit uraltes persiches Wissern vernichtet und dem persischen Reich großen Schaden zugefügt.

    Es soll sich da um eine Summe von ca. 220 Billionen Euro handeln.

  • Cole heisst jetzt Lach? Dass ich nicht....

    der wechselt ja die namen schneller wie die Unterbuxe.

  • Ich bin lieber ein sturer Deutscher als ein verschuldeter Brite.

  • Egal, ob uns das Ausland für kleinkariert hält. Wir müssen unser Geld zusammenhalten. Dem Ausland geht es nur darum, das Risiko auf uns abzuladen. Lieber Beleidigungen aushalten, als Ersparnisse für Griechenland opfern, damit Frankreich und Italien weiter Schulden machen können.

  • Griechenland wird versklavt!
    Die Exportgier der Industrieländer und deren Großkonzerne, durch Bestechung von korrupten Regierungen und Regierungsmitgliedern Griechenlands und mit der Mittäterschaft von deutschen und französischen Banken, hat zu dieser Überschuldung geführt.
    Jetzt wird ein ganzes Volk versklavt, während die korrupte griechische Regierungsmitglieder und unsere Bankmanager, die Verantwortliche von Siemens, Mercedes, Kraus-Maffei, Ferrostahl, Dassault, etc., etc., unbestraft, ein Leben in Luxus und Überfluss genießen können.

  • @--- Frau Andrea Merker, keinen Stress bitte. Herr Cole hat mal evtl. mal wieder seine Ideen aus seinem Stammtisch hier eingebracht. Diese überhebliche Art empfinde ich zwar auch als unqualifiziert, aber Stammtisch-Brüder sind eben so. Üben wir uns in Nachsicht.

  • @Holger Cole

    Lesen Sie meinen ganzen Kommentar und reißen Sie nicht Sätze aus dem Zusammenhang!

    Ich habe doch eindeutig auf die Verantwortung der jetzt jammernden Nichtwähler, Merkel-Wähler und Gabriel-Wähler hingewiesen!

    Es ist unstreitig, wenn das Volk direkt über die Euroeinführung entschieden hätte, gäbe es den Euro gar nicht. Solche Volksabstimmungen als krude Thesen bei Volksbegehren zu bezeichnen ist nur noch als saudumm zu bezeichnen, ja es ist sogar eine bösartige Dreistigkeit!!!

  • Hängen wir alle am Tropf eines privaten Geldmonopols? Die eigentliche Ursache der Krise wird in den Lügenmedien nicht debattiert. Die Anpassung an das Schuldgeldsystem der Bankenmafia, wird als "alternativlos" hingestellt. Die wenigen Damen und Herren der Welt, die sich als "Master of Univers" verstehen, kennen nur die öffentliche Verschuldung, verdammen Griechenland und diktieren den Gesellschaften ein kaltes Einspar- und Kürzungsprogramm, das die betroffenen Menschen demütigt und hoffnungslos macht. Zum Kern wollen sie nicht vorstoßen. Was wir brauchen, ist eine Bewegung, die gegen die Uninformiertheit der Bürger und gegen das Schuldgeldsystem bzw. Geldmonopol der Bankenmafia ankämpft. Gegen die Entleerung der Demokratie durch die globalen Bankster und Unternehmen für mehr soziale Demokratie und eine starke Zivilgesellschaft. Warum erfahren wir in den Lügenmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der Bankenmafia? Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien AGs? Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann", "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" oder "Goldschmied Fabian" suchen.

  • Tsipras vergisst, dass er auch aus anderen europäische Fördertöpfen Aber-Milliarden € bekommt. Auch das muss aufhören, weil es seit Jahrzehnten nach Griechenland fließt und so überhaupt nichts gebracht hat.

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