Tükei
Opposition droht mit Boykott der Erdogan-Wahl

Die türkische Opposition will die Präsidentenwahl im Parlament boykottieren, falls sich Ministerpräsident Tayyip Erdogan als Kandidat aufstellen lässt. Das internationale Ansehen der Türkei stehe auf dem Spiel, sagte der Vorsitzende der säkularen Republikanischen Volkspartei (CHP), Deniz Baykal am Mittwoch.

HB ANKARA. Erdogans Partei ist im Islam verwurzelt. Säkulare Parteien wie die CHP befürchten, dass bei seiner Wahl zum Präsidenten die strikte Trennung zwischen Staat und Religion in dem Land aufgeweicht werden könnte.

Die Abstimmung steht vor den planmäßigen Parlamentswahlen im November an. Im derzeitigen Parlament kommt Erdogans regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) auf etwa zwei Drittel der Stimmen.

Die Opposition hatte sich zuletzt für vorgezogene Neuwahlen stark gemacht. Der Urnengang soll im April angesetzt werden. So könnte sich Erdogan zunächst vom Volk bestätigen und danach vom Parlament als Präsident gewählt werden. Der amtierende Präsident Ahmed Necdet Sezer tritt im Mai ab.

Der Präsident ist das offizielle Staatsoberhaupt der Türkei. Obwohl die Regierung die größere Macht hat, ist er Oberbefehlshaber der Armee, ernennt hochrangige Beamte und kann sein Veto gegen Gesetze einlegen.

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