Türkei
Deutsche Botschaft wegen Sicherheitsbedenken geschlossen

Immer wieder wird die Türkei von Terroranschlägen erschüttert. Das Auswärtige Amt will deutsche Staatsbürger schützen – und schließt bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Vertretungen in Ankara und Istanbul.

BerlinDie deutschen Vertretungen in der Türkei sind am Mittwoch wegen Hinweisen auf geplante Anschläge geschlossen worden. In der Türkei verlautete, es gebe Sicherheitsbedenken. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es zunächst nur, in der laufenden Woche, in der das islamische Opferfest in der Türkei gefeiert werde, seien die deutschen Auslandsvertretungen „eingeschränkt erreichbar und für den Publikumsverkehr geschlossen“. Das solle noch bis Freitag so bleiben. Zu den wichtigsten Vertretungen in der Türkei gehören die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat in Istanbul.

Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Der Grund sind Hinweise auf geplante Anschläge gegen diplomatische und konsularische Vertretungen, die sich nicht abschließend überprüfen lassen. Betroffen sind demnach auch die deutschen Schulen, die wegen Ferien derzeit allerdings nicht geöffnet sind.

Bereits im März blieben die deutschen Vertretungen und Schulen in Ankara und Istanbul wegen Terrorhinweisen für mehrere Tage zu. Die Schließungen beruhten auf konkreten Warnungen vor einem Anschlag aus dem Umfeld der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Immer wieder kommt es in der Türkei zu Anschlägen. Im Januar hatte ein Selbstmordattentäter in Istanbul zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde dem IS zugerechnet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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