Türkei
Izmir entgeht weiterem Bombenterror

Nach der Serie von Bombenattentaten vom Montag haben die türkischen Behörden offensichtlich einen weiteren Terroranschlag verhindert. In der westtürkischen Hafenstadt Izmir wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolou bei einer Razzia am Montag ein Mitglied der verbotene Kurdischen Arbeiterpartei PKK festgenommen. Er habe einen Anschlag in Izmir geplant.

HB ISTANBUL. Wie der britische Fernsehsender BBC unter Berufung auf türkische Medienangaben in der Nacht zum Dienstag weiter berichtete, sollen auch Komplizen des Mannes inhaftiert worden sein. Bei der Polizeiaktion sei Plastiksprengstoff sichergestellt worden. Der Anschlag soll parallel zu den Bombenexplosionen in Istanbul, Marmaris und Antalya geplant gewesen sein.

Nach der Terrorwelle in türkischen Touristenstädten mit mindestens drei Toten und Dutzenden von Verletzten blieb es in der Nacht zum Dienstag in der Türkei ruhig. Zu dieser Bombenserie bekannte sich die Extremistengruppe „Freiheitsfalken Kurdistans“. Die Europäische Union verurteilt die Terrorwelle. Die Reiseveranstalter Tui und Thomas Cook boten ihren Kunden unterdessen kostenlose Umbuchungen an.

Im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag in der Touristenstadt Antalya am Mittelmeer sucht die Polizei nach zwei Verdächtigen, wie die BBC berichtete. Bei einer Serie von Attentaten wurden am Montag bis zu vier Menschen getötet und fast 100 verletzt. Die schwerste Explosion ereignete sich in Antalya. Dort gab es bei einer schweren Explosion im Zentrum auch rund 70 Verletzte. Neben drei Deutschen mussten auch vier Touristen aus Israel und einer aus Jordanien im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei bestätigte am Abend drei Todesopfer, die Medien sprachen von vier.

Der Detonation waren in der Nacht drei Bombenanschläge im südtürkischen Badeort Marmaris vorausgegangen, wo in einem Kleinbus 21 Menschen verletzt wurden, unter ihnen zehn britische Touristen. Zu diesem und einem weiteren Anschlag im Istanbuler Außenbezirk Bagcilar mit sechs verletzten Passanten bekannte sich am Nachmittag die kurdische Extremistengruppe „Freiheitsfalken Kurdistans“. Die Splittergruppe der PKK hat in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Anschläge in türkischen Touristengebieten verübt und weitere Gewalt angedroht.

Durch die Wucht der Detonation im Stadtzentrum von Antalya wurden Scheiben von Restaurants, Geschäften und Büros zertrümmert. Auch zahlreiche Fahrzeuge wurden beschädigt. Unter den Verletzten, die auf mehrere Krankenhäuser verteilt wurden, seien auch Frauen und Kinder, berichteten türkische Medien. Die drei Deutschen seien leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Nach der Explosion brach ein Brand aus, der jedoch schnell gelöscht wurde.

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