Türkei-Krise
Deutsche Investitionen sollen sicher sein

Die Krise mit der Türkei spitzt zu. Deutsche Investitionen seien dennoch gesichert, behauptet der türkische Wirtschaftsminister Zeybekci. Doch trotz Unsicherheiten, z wei deutsche Unternehmen planen ohnehin zu bleiben.
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AnkaraDeutsche Investitionen in der Türkei sind dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci zufolge durch die Regierung und die Gesetze des Landes garantiert. Berichte, die Türkei habe der deutschen Regierung eine Liste mit Firmen gegeben, denen sie Verbindungen zu dem Putschversuch im vergangenen Jahr vorwirft, wies der Minister in dem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters als falsch zurück. Die Krise mit Deutschland sei vorübergehend, sagte Zeybekci am Donnerstagabend.

Mit Aussagen, die nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden anrichten könnten, müsse man sich zurückhalten. „Deutschland muss Kommentare, die unangebracht sind, überprüfen.“ Nach Festnahmen von deutschen Bürgern in der Türkei und Drohungen gegen deutsche Unternehmen stellte die Bundesregierung am Donnerstag ihre Türkei-Politik grundlegend auf den Prüfstand. Das Auswärtige Amt verschärfte zudem die Reisehinweise für die Türkei.

Die Handelskonzerne Metro und Ceconomy lassen sich von den Verwerfungen im deutsch-türkischen Verhältnis nicht beeindrucken. „Unser Marktanteil in der Türkei wächst“, sagte eine Sprecherin der Holding Ceconomy, zu der Europas größter Elektronikhändler Media-Saturn gehört, am Freitag. „Wir investieren unverändert in unser Engagement vor Ort.“ Media-Saturn betreibt mehr als 40 Märkte in der Türkei. Der Handelsriese Metro beobachtet einem Sprecher zufolge „die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen vor Ort sehr genau“. Metro sehe Möglichkeiten, sich in der Türkei „noch weiter zu entwickeln“. Der Düsseldorfer Konzern ist seit 1990 in der Türkei vertreten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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