Türkei
Zwölf Polizisten bei PKK-Anschlag getötet

Der Konflikt zwischen PKK und türkischer Regierung eskaliert zusehends. Am Dienstag wurden bei einem Bombenanschlag zwölf Polizisten getötet, zuvor hatte die Regierung erneut Luftangriffe gegen PKK-Stellungen geflogen.

AnkaraBei einem Anschlag im Osten der Türkei sind am Dienstag zwölf Polizisten getötet worden. Mutmaßlich seien kurdische Rebellen dafür verantwortlich, berichteten die türkische Nachrichtenagentur Anadolu und der staatliche Fernsehsender TRT. Die Bombe sei explodiert, als ein Polizeifahrzeug vorbeigefahren sei, das eine Gruppe von Zollbeamten zu einem Grenzübergang eskortiert habe. Einige weitere Polizisten seien verletzt worden. Der Angriff ereignete sich in der Provinz Igdir in der Nähe der Grenze zu Armenien.

Zuvor waren bei einem Angriff der Untergrundorganisation Kurdische Arbeiterpartei (PKK) und Gefechten im südosttürkischen Daglica in der Provinz Hakkari am Sonntag 16 Soldaten getötet worden. Daraufhin bombardierten mehr als 50 türkische Kampfflugzeuge am Montagabend Stellungen der PKK im Nordirak. Laut Anadolu sollen dabei bis zu 40 Rebellen ums Leben gekommen sein. Nach den Anschlägen auf die Provinz Hakkari hatte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu versprochen, er wolle die Region „von Terroristen säubern“.

Seit dem Ende der Waffenruhe zwischen der Regierung und der PKK Ende Juli liefern sich Sicherheitskräfte und Anhänger der Rebellenbewegung täglich Gefechte. Seit Ende Juli wurden laut amtlichen Medien bereits etwa tausend PKK-Kämpfer getötet. Fast 70 Polizisten und Soldaten starben bei PKK-Anschlägen oder bei Gefechten. Die Hoffnungen auf ein Ende des drei Jahrzehnte andauernden Konflikts rückten wieder in weite Ferne.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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