Türkische Ministerpräsident
Erdogan bringt toten Jungen in terroristische Verbindung

Präsident Erdogan meint, der verstorbene 15-jährigen Elvan habe Verbindungen zu extremistischen Gruppen gehabt. Hinter den Protesten, bei denen der Junge verletzt wurde, stünden „Anarchisten, Terroristen und Vandalen“.
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IstanbulDer türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat dem vergangenen Dienstag verstorbenen 15-jährigen Berkin Elvan vorgeworfen, Verbindungen zu extremistischen Gruppen gehabt zu haben. Der Teenager war bei Anti-Regierungsdemonstrationen im Juni 2013 so schwer verletzt worden, dass er ins Koma fiel und Dienstag verstarb. Sein Tod hatte neue Straßenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei ausgelöst.

Es ist das erste Mal, dass sich Erdogan zu dem Fall äußerte. „Dieser Junge mit Stahlkugeln in seiner Tasche, mit einer Schleuder in seiner Hand, sein Gesicht von einem Schal verdeckt, der in Terrororganisationen aufgenommen worden war, wurde unglücklicherweise Pfefferspray ausgesetzt“, sagte Erdogan auf einer Veranstaltung im Südosten der Türkei. Es sei für die Polizei angesichts der Vermummung unmöglich gewesen, sein Alter zu erahnen. Erdogan, dem innenpolitische Kritiker einen zunehmend autoritären Führungsstil vorwerfen, hatte nach den Protesten der vergangenen Tage mehrfach den Vorwurf erhoben, hinter den Protesten stehe eine Koalition aus „Anarchisten, Terroristen und Vandalen“, Oppositionsparteien und eines einflussreichen islamischen Geistlichen in den USA.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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