Türkischstämmige Einwanderer
Ohne Pflichten gelingt Integration nicht

Eine Studie zu türkischen Einwanderern in Europa zeigt, dass die Identifikation mit der alten Heimat und dem Islam sehr stark bleibt. Schwächer ist die Verbindung zum Enwanderungsland, besonders die in Deutschland lebenden Migranten verzeichnen hier niedrige Werte. Wissenschaftler empfehlen eine Integrationspolitik, die Perspektiven mit Pflichten verknüpft.
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DÜSSELDORF. Eine Integrationspolitik ist am ehesten erfolgversprechend, wenn sie zugleich Einwanderern eine Perspektive der Teilhabe an Rechten bietet, aber auch die Pflicht auferlegt, Sprache, Rechtsnormen und auch einheimische Sitten anzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Soziologen Evelyn Ersanilli und Ruud Koopmans vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Grundlage dafür ist eine Befragung von insgesamt 1 000 türkischstämmigen Einwohnern, die in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich geboren oder vor 1976 eingewandert sind.

Bekenntnis zum Türkentum

Die Tendenz zur ethnischen Abkoppelung war unter den befragten türkischen Einwanderern in allen drei Ländern gleich deutlich. Obwohl sie vor über 30 Jahren die Türkei verlassen hatten, beziehungsweise dort gar nicht geboren wurden, lag ihr Bekenntnis zum eigenen Türkentum auf einer Skala von 1 (gar nicht) bis 5 (voll und ganz) im Schnitt bei 4,5.

Die Identifikation mit dem Einwanderungsland lag durchschnittlich nur bei 2,6. Unter den in Deutschland lebenden Türken ist sie noch geringer als bei denen in Frankreich und den Niederlanden.

Die Identifikation mit dem Islam ist insgesamt sogar noch höher als die mit der Türkei. Allerdings gibt es hier Unterschiede: Die Türken in den Niederlanden bekannten sich stärker zum Islam als die in Frankreich und Deutschland. Ersanilli und Koopmans sehen darin eine Folge der Multikulti-Politik der Niederlande.

Deutsche Staatsbürgerschaft als Belohnung

Die Integrationspolitik der Einwanderungsländer hat eine individuelle und eine kulturelle Dimension. Einzelne Einwanderer können in Frankreich und den Niederlanden schon nach fünf Jahren Staatsbürger werden und ihre bisherige Nationalität beibehalten, in Deutschland erst nach acht Jahren. Hier wird die exklusive Staatsbürgerschaft eher als Belohnung für eine erfolgreiche Integrationsleistung aufgefasst und nicht als Voraussetzung dafür.

Auf kultureller Ebene setzen Integrationsstrategien entweder mehr auf Assimilation oder auf Vorstellungen von Multikultur. Die Niederlande tendieren – trotz einiger Verschärfungen – dazu, Einwanderern kulturelle Eigenheiten zu gewähren. Auch Lehrerinnen und Beamte dürfen dort Kopftuch tragen.

Kommentare zu " Türkischstämmige Einwanderer: Ohne Pflichten gelingt Integration nicht"

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  • @inge Pawelschick

    dein Kommentar ist so hart es auch klingen mag wirklich ein bild deiner asozialen Einstellung wahrscheinlich hat es auch mit deiner etnischen Herkunft zu tun (Pawelschick). Natürlich kannst du hier irgendwelchen Dreck erzählen vergisst aber was deine eigene Herkunft ist. Wahrscheinlich hatte dein Großvater irgendwann mal einen deutschen Schäferhund in Russland oder polen oder woher du auch sonst stammen magst und jetzt heißt es ich bin deutscher oder was? Für mich seid ihr alle Rucksack deutsche. Die Türken haben hier ihr leben mit Arbeit verbracht und ihr Leben selbst in die Hand genommen. Leider kann ich das aber nicht über die Russen erzählen. Die nämlich bekommen vom deutschen Staat Subventionen und Unterstützungen jeglicher Art um sich hier niederlassen zu können. Also verzähl hier nicht irgendwelche Geschichten über Nationen die einen erheblichen beitrag dazu geleistet haben den deutschen Staat wieder aufzubauen. Da sind auch meine vorfahren beteiligt daran gewesen. Wo waren denn deine vorfahren früher als diese Abkommen stattgefunden haben? Hier war nie die rede von Ostblockländern( deine Herkunft) deshalb finde ich deine Aussage als eine Frechheit allerhöchsten grades von etwas zu reden mit der du dich in keinster weise in Verbindung bringen solltest. Du bist nun mal keine Deutsche und wirst es auch nie sein. So wie alle anderen auch die sich als deutsche ausgeben aber in Wahrheit russen oder polen oder sonst so einer Volksgruppe angehören.

  • @ Mutlu (8)
    „Wir sind Kinder Deutschlands. Wir gehören dazu.“

    Das ist das Problem, das die meisten ihrer Landsleute anders sehen, sie grenzen sich sehr bewußt ab und beschweren sich auch noch darüber, daß sie dadurch keine Anerkennung und Akzeptanz finden.

    „Das heist aber nicht das wir unsere Herkunft und Religion verleumden müssen.“

    Das verlangt auch niemand von ihnen, nur stößt es sauer auf, wenn Teile ihrer Volksgruppe mithilfe des türkischen Staates in D einen Staat im Staate einrichten will.

    „ich finde es jedoch ziemlich dumm, Kinder zu Zitieren die die Situation der Migranten darstellen würden.“

    Ein deutsches Sprichwort sagt: „Kinder und Narren sagen die Wahrheit“. „Des Kaisers neue Kleider“ ist ein Lehrstück dazu.

    Diese Frage wurde im Gemeinschaftskundeunterricht allgemein gestellt. Die einzigen, die nur aus wirtschaftlichen Gründen gekommen sind und dies auch so darstellten, waren Türken.
    Die Situation „der Migranten“ spiegelt diese Frage nicht wieder, denn andere Zuwanderer kommen eben nicht aus diesen Gründen. Dies wirft ein besonderes Licht auf die intentionen der türkischen Zuwanderer, auch wenn es ihnen nicht paßt. Denn mit dem begriff „Migranten“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch ausschließlich Türken und die Schwierigkeiten mit ihnen und durch sie in Verbindung gebracht.

  • @ inge Pawelschik (9)

    Zu ergänzen ist, daß sich die Anwerbungen ausländischer Arbeitskräfte von beginn an nur auf europäische Länder bezog. Erst nachdem die Türkische Regierung über diplomatische Kanäle Druck auf die bundesregierung gemacht hatte, wurde ein Anwerbebüro in istanbul eingerichtet. Darüber das der Natopartner Griechenland Arbeitskräfte nach D schicken durfte, der Natopartner TR aber nicht, macht klar woher der diplomatische Druck kam.

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