TÜV-Reform
EU-Pläne kommen Autofahrer teuer zu stehen

Die EU-Kommission plant jährliche TÜV-Untersuchungen für ältere Autos, um die Straßen sicherer zu machen. Für deutsche Autofahrer könnte das teuer werden.
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BrüsselTäglich sterben fünf Menschen auf Europas Straßen, weil ihre Autos und Motorräder technische Mängel aufweisen. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas stellt heute neue Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit vor.

Kallas will mit jährlichen Kontrollen und einheitlichen Prüfstandards Unfälle verhindern, die durch technische Defekte ausgelöst werden. Laut Studien sei derzeit jedes zehnte Auto in Europa mit technischen Defekten unterwegs, sagte Kallas. „Wir möchten diese Fahrzeuge nicht auf unseren Straßen haben“. Rund 1200 Todesfälle im europäischen Straßenverkehr sollen durch die neuen Maßnahmen jedes Jahr verhindert werden. Doch bei Verbänden und Verkehrspolitikern stößt sein Vorschlag auf Widerstand: Autofahrern drohen Mehrkosten in Millionenhöhe.

Die Brüsseler Pläne sehen vor, dass Fahrzeuge ab dem siebten Betriebsjahr in Zukunft alle zwölf Monate auf den Prüfstand fahren müssen. Auch für Fahrzeuge, die bei der ersten Hauptuntersuchung nach vier Jahren die 160000-Kilometer-Marke geknackt haben, will die Kommission jährliche Kontrollen einführen.

In Deutschland wäre von der Änderung fast jedes zweite Fahrzeug betroffen: Rund 25  Millionen Automobile sind älter als sieben Jahre. Derzeit sieht das deutsche Recht für Neuwagen nach drei Jahren die erste Hauptuntersuchung vor, ältere Fahrzeuge müssen nur alle zwei Jahre zum TÜV.

Der ADAC läuft gegen die Pläne aus Brüssel Sturm: Es handele sich um reine Abzocke der deutschen Autofahrer, heißt es in einer Stellungnahme. Kürzere Prüfintervalle führten nicht automatisch zu mehr Verkehrssicherheit, so der Automobilverband. Für die Fahrzeughalter rechnet der ADAC mit Mehrbelastungen von insgesamt 630 Millionen Euro. Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft sprach von „reiner Abzocke“ der Autofahrer.

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  • Die verkürzte HU wird doch schon durch die Hintertür eingeführt.
    Vorallem der vom Staat und Lobbygruppen unterstützte TÜV arbeitet sich mit Hammer und Stechwerkzeugen,Rütteltischen und anderem Schnickschnack an älteren Fahrzeugen ab und versucht diese durch viele kleinmängel und dadurch verursachten Reparaturkosten von der Strasse zu bekommen.
    Andere KFZ Besitzer welche den privaten Prüfer bevorzugen (GTÜ-GTS-Dekra und andere)werden derzeit durch Schreiben von den Verkehrsbehörden zum nachprüfen genötigt, mit der Begründung der Prüfer habe nicht korrekt gearbeitet.
    Das sind eindeutigt Willküraktionen der allerfeinsten Sorte.
    Gerade Menschen die sich nicht einen Firmenwagen oder teuer geleastes Mittelklasseauto leisten können werden ihrer oft notwendigen Jobbedingten mobilität beraubt.

  • Brüssel soll sich lieber Gedanken darüber machen, wie man den unsäglichen Diebstählen von TüV Plaketten entgegen wirken kann. Überlegt Euch gefälligst, wie steuer-und gesetzestreue Bürger vor den kriminellen Machenschaften dieser Diebesbanden geschützt werden können. Da wäre wirklich Handlungsbedarf. Ein Skandal ist das, wie man sich mal wieder das nicht vorhandene Hirn zermartert, wie man ordentliche Bürger noch weiterhin schröpfen kann!

  • Auch ich finde diesen Vorschlag in der Tat beschämend! Ich selbst bin als Aushilfe und Fachhochschüler auf mein KFZ angewiesen, nur weil man sich kein neues AUto leisten kann, soll man jetzt jährlich für die Hauptuntersuchung löhnen? Eine Frechheit, die EU-Komission leidet enorm unter Realitätsverlust. Die unsichersten und schrottreifsten Fahrzeuge sind doch meist im Osten und Süden der EU unterwegs, da sollten manl Qualitätsstandards wie hier in Deutschlang eingeführt werden. Alleine das würde schon zu einer erheblichen Verbesserung führen. Aber wir Autofahrer haben's ja und schütteln alles aus dem Ärmel! -.-

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