TÜV-Reform

Ramsauer will deutsches Niveau bei Prüfpraxis

Die EU-Kommission plant eine Reform der TÜV-Untersuchungen. Bundesverkehrsminister Ramsauer will dagegen kämpfen - und bringt schon einmal seine Argumente vor. Doch ein formales Hindernis bremst seinen Elan.
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Die EU-Kommission will ältere Autos jährlich zum TÜV schicken. Quelle: dpa

Die EU-Kommission will ältere Autos jährlich zum TÜV schicken.

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BerlinBundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die umstrittenen Pläne der EU-Kommission zur Verkürzung der TÜV-Fristen bei älteren Autos oder mit hoher Kilometerleistung im Verkehrsminister-Rat stoppen.

Ramsauer sagte der "Bild"-Zeitung (Onlineausgabe), die Prüfpraxis habe sich in Deutschland bewährt: "Wir haben bei der Hauptuntersuchung hohe Standards. An unserem Modell können sich andere Staaten orientieren. Wenn überall in Europa eine solche Qualität vorherrschen würde wie bei uns, wären wir einen großen Schritt weiter."

Brüssel könne die Prüfpraxis "gerne harmonisieren - aber auf deutschem Niveau", betonte der CSU-Politiker weiter. Ramsauer wies allerdings darauf hin, dass Deutschland bei der geplanten Brüsseler TÜV-Verordnung kein Veto wie bei steuerpolitischen Entscheidungen einlegen könne. Er wolle aber für eine Mehrheit im Sinne der deutschen Position kämpfen.

Brüssel plant, dass künftig Autos, die älter als sechs Jahre sind oder mehr 160.000 Kilometer auf dem Tacho haben, jährlich zu Hauptuntersuchung müssen. In Deutschland ist dies bisher nur alle zwei Jahre Pflicht.

  • dapd
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17 Kommentare zu "TÜV-Reform: Ramsauer will deutsches Niveau bei Prüfpraxis"

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  • Ich weiß nicht, wie der deutsche TÜV bzw. DEKRA o. ä. kontrolliert; aber dazu wie der ITV (analog dem deutschen TÜV) auf Mallorca kontrolliert, kann ich etwas sagen:
    Kontrolliert wird Licht, Hupe, Scheibenwischer vorn, Abgas, Bremsen, sowie über der Grube Lenkung, Lager, Rost o. ä. (das sehe ich nicht). Seit der PKW 10 Jahre alt ist, muss ich jedes Jahr zum TÜV; das finde ich sogar gut, da ich dann nicht jedes Jahr in die Werkstatt fahren muss, um dort den "Servicio" (unsere Inspektion) machen lassen zu müssen. Die Gebühren lagen im letzten Jahr bei ca. 28 EUR - wenn ich mich nicht irre; und sind damit günstiger als eine Kontrolle in der Werkstatt.
    Ab einem gewissen Alter erscheint es mir schon sinnvoll, dass Autos jährlich auf ihre Sicherheit überprüft werden. Vielleicht sollte dann der Prüfstandard so verändert werden, dass nur jedes X. Jahr eine Vollkontrolle erfolgt und alle weiteren Jahre nur die wichtigsten Teile überprüft werden. Wobei die Vollkontrolle dem jetzigen Vorgang mit entsprechendem Preis und die sonstige Kontrolle entsprechend günstiger sein muss.

  • Da fragt man sich was kommt als nächstes Tüv für den Einkaufswagen oder den Rollator von Omi Müller *Koppschüttel* Lieber mal so manchem Rentner ne Fahrtauglichkeitsprüfung aufdrücken wäre gescheiter da fahren hier so einige rum die lieber Bus fahren sollten. Ausserdem welcher Tüv hat den unsere deutschen Standarts wenn ich seh was für fahrenede Müllehaufen in anderen EU Staaten "Tüv" bekommen da schüttelts mich sowas würde hier ungebremst in der Schrottpresse landen. Her mit dem jährlichen Hirncheck für Politiker denn jährlicher Tüv ist Schwachsinnig.

  • Die müssen nicht jährlich zum Idiotentest, sondern vierteljährlich. Der "Kommissar" ist aber schon durchgefallen. Bitte die Jungs rufen mit der Jacke (Zwangsjacke) die jedem passt.

  • Da die Deindustralisierung in Europa sich fortsetzt müssen Dienstleistungsgewerbe ausgebaut werden. Es werden neue Verdienstmöglichkeiten und Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. Gebühren für Pässe, Personalausweise, Führerscheine, Zusatzscheine und jetzt der Auto TÜV u.s.w. werden einkassiert. Mich wundert nichts mehr.

  • Eigentlich müssten die Eurokraten, die solchen
    Unsinn vorschlagen, jährlich zur
    MPU (Medizinisch-Psychologische-Untersuchung).

  • Ich hätte da gern mal eine Idee *g*
    Alle Autos, die älter als 5 Jahre sind, auf den Schrott, und die Autos müssen so gebaut werden, das jedes Teil wiederverwertbar ist.
    DAS wäre ein echter Schub für die staatstragende Autoindustrie, der Autofahrer wird sowieso gemolken was die Kuh hergibt, alles im Namen der Sicherheit.

  • Ein neues Glühbirnengesetz? Es lebe die erfolgreiche Lobbyarbeit. Nicht nur unsere Politik beglückt und damit, auch Brüssel. Brüssel könnte man auf ein Viertel des Personals zusammenschrumpfen und es wäre immer noch genug Personal für die notwendigen zentralen Aufgaben. Der Laden beschäftigt sich doch selbst! Auf unsere Kosten!

  • Ramsauer hat erst einmal absolut Recht. Vom deutschen Niveau sind gerade die Südländer sehr weit entfernt. Was da an Schrotten rum fährt würde bei uns sofort aus dem Verkehr gezogen.
    Dieser offensichtlich korrupte Kommissar behauptet, dass es bei einer jährlichen Untersuchung 2.000 Tote weniger gäbe. Beweise für diese Behauptung legt er nicht vor. Deswegen behaupte ich der Kerl ist korrupt.
    Ramsauer mag ja Recht haben dass Deutschland da kein Vetorecht hat. Aber wir setzen das einfach nicht. Wir, wir deutschen haben sowieso die Schnauze von diesem korrupten diktatorischen Sauhaufen EU voll. Wir brauen keine EU, aber die EU braut uns und weil dem so ist, können wir allen Druck der Welt ausüben.

  • "Ramsauer wies allerdings darauf hin, dass Deutschland bei der geplanten Brüsseler TÜV-Verordnung kein Veto wie bei steuerpolitischen Entscheidungen einlegen könne"

    Tolle EU! Soweit sind wir schon, dass der deutsche Gesetzgeber nicht einmal mehr in Sachen TÜV entscheiden kann. Nieder mit dieser EU-Diktatur!

  • Jo, und weil die Autos in anderen Ländern teilweise nicht unserem Sicherheitsstandard entsprechen müssen ältere Autos in Deutschland jetzt doppelt so oft zur HU.

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