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09.01.2008 
Bush warnt Iran

„Tun Sie es nicht“

Zum Auftakt seiner Nahost-Reise hat US-Präsident George W. Bush eine scharfe Warnung an den Iran abgegeben. Sollte der Iran amerikanische Schiffe angreifen, drohten ernsthafte Konsequenzen. Von Israel verlangte Bush, den Palästinensern entgegenzukommen und Außenposten aufzugeben.

Am Rande des Staatsbesuchs kam es in Jerusalem zu Protesten. Foto: ReutersLupe

Am Rande des Staatsbesuchs kam es in Jerusalem zu Protesten. Foto: Reuters

HB JERUSALEM. „Mein Rat wäre: Tun Sie es nicht“, sagte Bush bei einer Pressekonferenz während seines ersten Staatsbesuchs am Mittwoch in Israel. „Wir haben dies öffentlich klar gemacht und Sie kennen unsere Haltung“, fügte er hinzu.

Zuvor hatte bereits Bushs Sicherheitsberater Stephen Hadley die Islamische Republik vor den Konsequenzen einer neuerlichen Konfrontation auf der Straße von Hormus gewarnt, einem für den Öl-Transport wichtigen Wasserweg. Auch Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner sprach von einer gefährlichen Situation und warf dem Iran ebenfalls Provokationen vor.

Der iranische Parlamentspräsident Gholamali Haddadadel erklärte dagegen, die Kritik der USA wegen des Vorfalls sei Teil einer Propaganda-Kampagne gegen sein Land. „Wir haben immer gezeigt, dass wir an den Frieden und die Vermeidung von Spannungen glauben“, zitierte die Zeitung „Teheran Times“ Haddadadel am Mittwoch.

Verteidigungsminister Mostafa Mohammed Nadschar warf den USA vor, in der Region Spannungen zu schüren. Iranische Militärboote hatten dem US-Präsidialamt zufolge am Wochenende beinahe einen Schusswechsel mit

US-Schiffen provoziert. Fünf Schnellboote der iranischen Revolutionswächter sollen in der Straße von Hormus drei Schiffe der US-Marine umzingelt und per Funk aggressiv bedroht haben. Während die US-Regierung von einem „ernsten Zwischenfall“ sprach und dem Iran „verantwortungslose und potenziell feindliche“ Handlungen vorwarf, bezeichnete das iranische Außenministerium die Konfrontation als „gewöhnlichen und natürlichen“ Vorgang.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bush sieht Chancen zur Lösung des Nahost-Konflikts

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