Turkish Stream
Russen werben bei EU für neues Pipelineprojekt

Nach der Einstellung des Pipelineprojekts South Stream wirbt Russland nun um Unterstützung für das Projekt Turkish Stream. Eine Pipeline soll Gas durch das Schwarze Meer in die Türkei und weiter anch Europa leiten.
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BelgradRusslands Außenminister Sergej Lawrow ruft die EU zur Unterstützung des Erdgasleitungsprojekts Turkish Stream auf. Die geplante Pipeline durch das Schwarze Meer in die Türkei und von dort weiter nach Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn werde Europa Energiestabilität bringen, warb Lawrow am Freitag. Wenn die EU Energiesicherheit wolle, müsse sie zur Umsetzung des Projektes beitragen.

Die linksgerichtete Regierung in Griechenland hat bereits Interesse an den russischen Plänen geäußert. Die USA favorisieren dagegen eine Erdgasleitung von Aserbaidschan nach Italien.

Im Dezember hatte Russland Pläne für eine Leitung aufgegeben, durch die russisches Gas an der Ukraine vorbei durch das Schwarze Meer nach Bulgarien und von dort über Serbien bis nach Westeuropa strömen sollte. Ein Grund waren Widerstände in der EU. Dieses Projekt namens South Stream stand in Konkurrenz zu Plänen für die Erdgasleitung Nabucco, durch die Gas aus nichtrussischen Quellen von der türkisch-bulgarischen Grenze bis nach Österreich transportiert werden sollte. Nabucco wurde aber bereits vor South Stream aufgegeben.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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