TV-Berichten widersprochen
US-Militär dementiert Festnahme Sarkawis

Das US-Militär hat Berichte dementiert, wonach der führender Moslem-Extremisten Abu Musab el Sarkawi im Irak gefangen genommen worden sei. „Das ist nicht wahr, die Berichte stimmen nicht“, sagte US-General Mark Kimmitt am Montag.

HB BAGDAD. Zuvor hatte ein von den USA finanzierter Hörfunksender berichtet, Sarkawi, der enge Kontakte zur El-Kaida-Organisation von Osama bin Laden unterhalten soll, sei nahe der Stadt Hilla gefangen genommen worden. Der Fernsehsender El Arabija meldete ergänzend, Kimmit habe die Festnahme bestätigt. „Wir haben die Berichte gehört, aber sie stimmen nicht“, sagte Kimmitt.

Die USA haben ein Kopfgeld von zehn Mill. Dollar auf Sarkawi ausgesetzt. Seine Gruppe Dschama'at el Tauhid und Dschihad hat sich zu zahlreichen Selbstmordanschlägen bekannt und ist verantwortlich für die Verschleppung und Ermordung mehrerer Geiseln. Vergangene Woche hatte die Gruppe eine südkoreanische Geisel enthauptet, nachdem die Regierung des Landes ihrer Forderung nicht nachgekommen war, seine Truppen aus dem Irak abzuziehen. Die Gruppe hatte bereits im vorigen Monat eine US-Geisel geköpft.

Den Berichten zufolge soll Sarkawi in der Nähe von Hilla gefasst worden sein, das rund 100 Kilometer südlich von Bagdad liegt. In dieser Region sind polnische Truppen für die Sicherheit verantwortlich. Ein Sprecher des polnischen Militärs hatte die Berichte über die Gefangennahme nicht bestätigt.

Am Samstag hatte Sarkawis Gruppe im Irak drei Türken verschleppt. Sie droht mit der Ermordung der Männer, sollte die Türkei ihre Zusammenarbeit mit den US-Truppen im Irak nicht beenden. Türkische Soldaten sind zwar nicht Teil der Besatzungstruppen. Viele Türken arbeiten aber als Lkw-Fahrer und Lieferanten der US-geführten Besatzung.

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