U-Boot-Kauf
Griechischer Ex-Minister bleibt in Haft

Die Athener Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungshaft gegen den unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-Minister Akis Tsochatzopoulos verlängert. Er war Mitte vergangener Woche festgenommen worden.
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AthenDer frühere griechische Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos bleibt in Haft. Das beschlossen Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter nach Angaben des staatlichen Rundfunks (NET) am Montag nach fast achtstündiger Befragung. Tsochatzopoulos war Mitte vergangener Woche festgenommen worden. Ihm wird Korruption vorgeworfen. Er soll gemeinsam mit Verwandten und Mitarbeitern mehrere Millionen Euro Bestechungsgeld für den Kauf von Abwehrraketen aus Russland sowie U-Booten aus Deutschland kassiert haben.

Athen hatte im Jahre 2000 vier U-Boote des Typs 214 im Wert von 2,85 Milliarden Euro in Deutschland gekauft. Laut deutschen Ermittlern soll die ehemalige MAN-Tochter Ferrostaal Bestechungsgelder in Millionenhöhe gezahlt haben.

Der Industriedienstleister muss bereits mit knapp 140 Millionen Euro für Schmiergeldzahlungen büßen, die der Firma nach der Jahrtausendwende lukrative U-Boot-Aufträge in Griechenland und Portugal einbrachten. Ein ehemaliger Vorstand und ein früherer Prokurist, die die Bestechungen eingefädelt hatten, waren im Dezember 2011 vor dem Landgericht München zu Freiheitsstrafen sowie Geldstrafen verurteilt worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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