U-Boot

Nordkorea testet erneut ballistische Rakete

Nach dem Start der Militärmanöver Seouls und Washingtons belässt es Nordkorea nicht bei Drohungen und feuert laut Südkorea erneut eine ballistische Rakete ab, diesmal von einem U-Boot. Ob die Aktion gelang, ist unklar.
Nordkorea testet von U-Boot abgeschossene ballistische Rakete. Die Lage ist derzeit wegen Militärmanövers von Südkorea und den USA angespannt (Archiv-Bild). Quelle: dpa
Raketentest

Nordkorea testet von U-Boot abgeschossene ballistische Rakete. Die Lage ist derzeit wegen Militärmanövers von Südkorea und den USA angespannt (Archiv-Bild).

(Foto: dpa)

SeoulNordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs erneut eine ballistische Rakete getestet. Das Geschoss sei am frühen Mittwochmorgen von einem U-Boot vor der Stadt Sinpo an der Ostküste des Landes ins Meer abgefeuert worden, teilte der Generalstab in Seoul mit. Ob der Test erfolgreich verlief, war zunächst unbekannt. Die Aktion fällt in eine Zeit erhöhter Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

Erst vor zwei Tagen hatte Südkorea mit US-Streitkräften alljährliche gemeinsame Militärmanöver gestartet, die Pjöngjang als Vorbereitung einer Invasion verurteilt. Kurz nach deren Beginn drohte Nordkorea Seoul und Washington zudem mit einem nuklearem Erstschlag. Neben derart martialischer Rhetorik sind auch Raketentests Pjöngjangs als Reaktion auf gemeinsame Militärmanöver Seouls und Washingtons keine Seltenheit.

In der Vergangenheit hatte Nordkorea bereits etliche Raketen aus U-Booten ins Meer abgeschossen. Doch weisen internationale Experten darauf hin, dass das Land bisher keine einsatzbereiten U-Boot-Raketen habe, die weit entfernte Ziele wie das US-Festland erreichen könnten. Sollte Nordkorea jedoch einmal die technischen Fähigkeiten dazu haben, wäre dies aus westlicher Sicht eine alarmierende Entwicklung. Denn von U-Booten abgefeuerte Raketen sind im Vorfeld schwieriger auszumachen.

Pjöngjang – Tristesse in Grau
Bauklotz-Tristesse
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Wie unsortiert aufgestellte Bauklötze ragen die Hochhäuser in Pjöngjang in die Luft. Viele von ihnen sind trotz den frischen Anstrichen heruntergekommen, einige wirken gar verwahrlost.

Bunt und doch verwahrlost
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Knapp 2,9 Millionen Nordkoreaner leben in der Hauptstadt Pjöngjang, die zugleich auch die größte Stadt des Landes ist. Viele von ihnen leben unter der Armutsgrenze.

Ungepflegte Häuser sind normal
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Betrachtet man die Häuser aus der Nähe, sieht man, wie ungepflegt die Wohnblöcke aussehen. Umgerechnet gerade einmal 100 Euro verdient ein durchschnittlicher Arbeiter. Zu wenig, um das eigene Zuhause zu renovieren.

Besserung in kleinen Schritten
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Dabei sieht die Stadt heute moderner und oftmals gepflegter aus als noch vor zehn Jahren. In diesem Viertel etwa leben besser verdienende Schichten, wie etwa Wissenschaftler und Ingenieure. Vereinzelt sind auch Autos zu sehen. Ein Bild, das die Verantwortlichen vermutlich gerne nach außen dringen lassen.

Im Netz
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Seit einigen Jahren gibt es in der Diktatur sogar Zugänge zu Computern und auch dem Internet. Knapp 7.000 Menschen surfen regelmäßig, weniger als 50 Internetadressen sind verfügbar.

Prunk nach außen
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Besonders stolz ist die Regierung in Nordkorea auf die modernen sauberen Metrostationen in Pjöngjang. Die Metro gilt als eine der tiefsten der Welt.

Grau, Grauer, Pjöngjang
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Abseits der Propagandabilder von Metrostationen und moderner Technik bietet sich das wahre Bild von Pjöngjang: Graue Tristesse, eingehüllt in grau-weißen Smog, der sich über die Plattenbauten der Stadt legt. Im Mittelpunkt des Fotos: Das Monument der Parteigründung.

Für eine Verschärfung der Spannungen zwischen den Koreas sorgte neben den Militärübungen Seouls und Washingtons zuletzt der Fall eines nordkoreanischen Diplomaten in London, der nach Südkorea überlief. Zuvor hatte Pjöngjang bereits wegen US-Plänen zur Stationierung eines hochmodernen Raketenabwehrsystems in Südkorea den Ton verschärft. Die Maßnahme betrachten Washington und Seoul als Notwendigkeit, um den zunehmenden Drohungen des Nordens zu begegnen.

Rund 28 500 US-Soldaten sind in Südkorea stationiert, um Nordkorea von einer möglichen Aggression abzuschrecken. Hintergrund ist der Koreakrieg von 1950 bis 1953, der zwar mit einem Waffenstillstand endete, jedoch nicht mit einem Friedenspakt.

Wegen der am Montag begonnen Militärmanöver Südkoreas und der USA forderte Nordkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Die Übungen würden die koreanische Halbinsel „an den Rand eines Krieges“ bringen, erklärte der nordkoreanische UN-Botschafter Jan Song Nam in einem Brief an den Präsidenten des ranghöchsten Gremiums der Vereinten Nationen.

  • afp
  • ap
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