Über 100.000 Flüchtlinge
Italien fordert Hilfe der EU

Fast 1500 Flüchtlinge innerhalb von 24 Stunden: In diesem Jahr sind bereits mehr als 100.000 Flüchtlinge in Italien angekommen. Innenminister Angelino Alfano fordert die EU auf, bei der Rettung der Flüchtlinge zu helfen.
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RomAn Italiens Küsten sind in den vergangenen 24 Stunden fast 1500 Flüchtlinge aufgegriffen worden, die mit Booten das Gebiet der Europäischen Union erreichen wollten. Zwei Männer seien ums Leben gekommen, teilte das Innenministerium am Freitag in Rom mit. Damit sind in diesem Jahr mehr als 100.000 Menschen meist mit kaum seetüchtigen Booten von Nordafrika aus nach Italien geflohen.

Innenminister Angelino Alfano sagte, sein Land sei stolz, dass so viele Leben hätten gerettet werden können. Er bekräftigte aber zugleich die Position seiner Regierung, dass die Kontrolle der Seegebiete und die Rettung der Flüchtlinge rasch von der Europäischen Union als Ganzes übernommen werden müsse.

Am späten Donnerstagabend waren 279 Flüchtlinge, die mit einem Boot aus Libyen gekommen waren, in die Nähe von Ragusa auf Sizilien gebracht worden. Am Freitag wurden 212 weitere Flüchtlinge von einem anderen Boot gerettet und nach Reggio Calabria in Sicherheit gebracht worden. 1004 Menschen kamen im Hafen von Neapel an.

Im vergangenen Jahr stammten nach UN-Angaben die meisten Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien, auch aus Eritrea kamen zahlreiche Menschen. In diesem Jahr seien 800 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ums Leben gekommen, schätzte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im vergangenen Monat. Im gesamten Jahr 2013 waren es 600.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Über 100.000 Flüchtlinge: Italien fordert Hilfe der EU"

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  • @Anna Buschmann
    Veehrte Frau Buschmann Sie glauben also auch noch an den Weihnachtmann? Diese Leute können meistens nicht bis drei zählen. Von Ausbildung geschweige Berufserfahrung, um unsere Renten finanzieren zu können, kann keine Rede sein! Sie plündern lediglich unsere Sozialkassen.

  • Herr Fridrich Kunz, wollen Sie die Menschen ertrinken lassen???

    Diese Leute werden in 20 Jahren meine und auch Ihre Rente erwirtschaften, oder wieviele Kinder haben Sie gezeugt und groß gezogen?

  • Wann wird der Sack endlich zugemacht? Das Boot ist voll!!!! Das hat nichts mehr mit Humanität zu tun. Die EU bringt sich selbst um! Beispiel an Australien nehmen.

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