Über 100 Festnahmen
Wieder dutzende Tote im Irak

Bei zwei Bombenanschlägen in Bagdad sind am Montag mindestens 13 Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Zudem wurden zwei mutmaßliche Aufständische von US-Soldaten erschossen.

HB BAGDAD. Nach Behördenangaben detonierten zwei Autobomben in verschiedenen Stadtteilen der irakischen Hauptstadt. Durch die Explosion eines Sprengsatzes in einem Parkhaus im Stadtbezirk Al-Karada wurden zwölf Menschen getötet und vier weitere verletzt. Bei der zweiten Explosion auf einer Straße im Osten Bagdads kam ein Mensch ums Leben, drei weitere Menschen wurden verletzt.

Während einer Razzia in Bagdad gegen militante Gruppen wurden nach irakischen Militärangaben sieben Extremisten getötet und 111 weitere festgenommen. Wie es weiter hieß, wurden dabei Waffen und Sprengstoff sichergestellt.

Im südlichen Bagdader Vorort Al-Safarania wurden zwei irakische Zivilisten getötet und 14 andere verletzt, als eine Sprengladung in der Nähe einer Polizeistreife explodierte. Unter den Verletzten waren auch Polizeibeamte. An anderer Stelle wurden nach Polizeiangaben, ebenfalls durch eine Bombenexplosion, drei US-Soldaten getötet. Von US-Seite gab es dazu keine Bestätigung.

Vier Menschen, darunter drei Polizisten, wurden in der nordöstlich von Bagdad gelegenen Provinzhauptstadt Bakuba bei einem bewaffneten Überfall auf eine Polizeiwache getötet und vier weitere verletzt.

Suche nach US-Soldaten

Bei der Suche nach offenbar verschleppten US-Soldaten haben amerikanische und irakische Truppen am Montag südlich von Bagdad zwei mutmaßliche sunnitische Aufständische erschossen. Vier weitere Rebellen wurden bei dem Feuergefecht in der Nähe der Ortschaft Jussifija verletzt, wie ein irakischer Offizier mitteilte.

Die zu Al Kaida gehörende Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak hat nach eigenen Angaben die drei vermissten US-Soldaten nach einem Überfall am Samstag bei Mahmudija in ihre Gewalt gebracht. Bei dem Angriff südlich von Bagdad kamen vier amerikanische Soldaten und ein irakischer Dolmetscher ums Leben.

An der Suche nach den Vermissten beteiligen sich nach US-Angaben rund 4 000 amerikanische Soldaten. Sie werden von irakischen Truppen und Flugzeugen aus der Luft unterstützt. Die bei Mahmudija gelegene Ortschaft Jussifija wurde am Sonntag von Soldaten eingekesselt. Die Bewohner wurden über Lautsprecher aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Anschließend durchsuchten die Truppen jedes einzelne Gebäude.

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