Übergabezeremonie in Beirut
Deutsche Marine übernimmt Kommando im Libanon

Deutschland hat am Sonntag offiziell das Kommando über den internationalen Flottenverband im Rahmen der UN-Friedensmission für den Libanon (UNIFIL) übernommen.

HB BEIRUT/LIMASSOL. Die Übergabe des Kommandos an Flottillenadmiral Andreas Krause erfolgte im Rahmen eines feierlichen Appells an Bord des italienischen Flugzeugträgers „Garibaldi“ im Hafen von Beirut, wie ein Sprecher des deutschen Kontingents mitteilte.

Für die Übergabezeremonie war die deutsche Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ unter Kommandant Ulrich Reinecke in den Beiruter Hafen eingelaufen, während die übrigen Schiffe und Boote des Verbandes aus Sicherheitsgründen vor der libanesischen Küste kreuzten. Die „Mecklenburg-Vorpommern“ ist auch das Flaggschiff des gesamten Verbandes und damit Krauses Kommandostand. Insgesamt werden bis zu 2.400 deutsche Soldaten, darunter 1.500 Marinesoldaten, an dem Einsatz teilnehmen. Der UNIFIL-Einsatz ist zunächst bis 31. August 2007 befristet.

Mit der Übergabe des Kommandos an Krause wurde der Verband formell der UNIFIL-Mission unterstellt. Aufgabe der Kriegsschiffe ist es, auf See den Waffenschmuggel an die libanesische Hisbollah zu unterbinden, und das notfalls auch mit Waffengewalt. Italienische Kriegsschiffe hatten zusammen mit französischen Einheiten die Zeit zwischen dem Abzug der israelischen Einheiten und dem Eintreffen des Flottenverbandes überbrückt.

Der aus zwei Fregatten, zwei Versorgern und vier Schnellbooten bestehende deutsche Teil des Verbandes war am 4. Oktober zusammen mit zwei dänischen Schnellbooten nach 13-tägiger Fahrt in Zypern eingetroffen. Der dortige Hafen Limassol, rund 250 Kilometer von der libanesischen Küste entfernt, soll dem Verband auch weiter als logistische Basis dienen.

Wann der Verband seine endgültige Stärke erreicht, war auch am Sonntag unklar. Schiffe und Boote angeboten haben unter anderen die Niederlande, Norwegen, Bulgarien, Griechenland und die Türkei.

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