Überprüfung der Haftbedingungen geplant
Rotes Kreuz darf Hussein besuchen

Die USA haben Vertretern vom Roten Kreuz erlaubt, den inhaftierten irakischen Ex-Diktator Hussein zu besuchen. Die Haftbedingungen dürfen jedoch nicht veröffentlicht werden.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) darf den inhaftierten irakischen Ex-Präsidenten Saddam Hussein besuchen. Eine entsprechende Erlaubnis haben die US-Behörden erteilt, wie die Schweizer Zeitung «Tribune de Genève» am Samstag berichtet.

Ein Termin stehe jedoch noch nicht fest, sagte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger dem Blatt. Ein IKRK-Sprecher betonte aber, ein Besuch zur Überprüfung der Haftbedingungen solle «so schnell wie möglich» stattfinden. Die Ergebnisse würden jedoch nur den USA zugänglich gemacht. Dies sei bei Kriegsgefangenen so üblich, hieß es.

Das IKRK überprüft bei Kriegsgefangenen weltweit Haftbedingungen hinsichtlich Unterkunft, Essen und Gesundheitsversorgung sowie die Behandlung durch die Wärter. Die Hilfsorganisation besteht auch auf einem vertraulichen Gespräch mit den Gefangenen ohne Überwachung.

Seit der Gefangennahme von Saddam Hussein am 13. Dezember hatte das Rote Kreuz bereits mehrfach um Zutritt zu dem ehemaligen irakischen Machthaber gebeten. Im Januar bestätigten die USA seinen Status als Kriegsgefangener gemäß der Genfer Konvention.

Die 3. Genfer Konvention von 1949 verbietet Vergeltungsmaßnahmen, Folter oder wissenschaftliche Versuche an Gefangenen. Insgesamt hält die US-geführte Koalition in Irak rund 6700 Menschen gefangen.

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