Überraschende Entscheidung: Putin schlägt EU-Gesandten als Ministerpräsident vor

Überraschende Entscheidung
Putin schlägt EU-Gesandten als Ministerpräsident vor

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag überraschend den früheren Chef der Steuerpolizei Michail Fradkow als neuen Regierungschef vorgeschlagen.

HB MOSKAU. Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag überraschend den früheren Chef der Steuerpolizei Michail Fradkow als neuen Regierungschef vorgeschlagen. Der 53-jährige Fradkow arbeitete zuletzt als Vertreter Russlands bei der Europäischen Union. Die Kreml-Partei Geeintes Russland, die in der Staatsduma (Parlament) über eine Zwei-Drittelmehrheit verfügt, billigte den Vorschlag in ersten Reaktionen.

Fradkow sei ein „guter Verwalter“, der durch seine Arbeit in der Steuerpolizei auch Einblicke in den Sicherheitsapparats gehabt habe, sagte Putin. „Das ist eine wichtige Erfahrung im Kampf gegen die Korruption“. Die Staatsduma werde am kommenden Freitag über Fradkow abstimmen, kündigte Parlamentspräsident Boris Gryslow an. Putin hatte angekündigt, vor den Präsidentenwahlen am 14. März seine neue Regierung präsentieren zu wollen.

Fradkow zählte in der russischen Öffentlichkeit nicht zu den Kandidaten für die Nachfolge des in der Vorwoche entlassenen Regierungschefs Michail Kasjanow. Der aus der Wolga-Region stammende Fradkow war unter Putins Vorgänger Boris Jelzin Handelsminister. Putin hatte ihn 2001 zum Chef der neu gegründeten Steuerpolizei ernannt.

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