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Überschuldung: Fiskalrat warnt vor Serbiens Staatsbankrott

Das landeseigene Expertengremium fordert von der Regierung in Belgrad den schnellen Abbau des hohen Haushaltdefizits. Renten und öffentliche Gehälter müssten sofort eingefroren werden.

Straßenszene in Belgrad: Serbien droht der Staatsbankrott. Quelle: AP/dpa
Straßenszene in Belgrad: Serbien droht der Staatsbankrott. Quelle: AP/dpa

BelgradDie unabhängige Finanzaufsicht in Serbien hat erneut vor einem drohenden Staatsbankrott des Landes gewarnt. Sollte die Regierung nicht sofort die Renten und öffentlichen Gehälter einfrieren, werde das Defizit am Jahresende 5,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) übersteigen, sagte der Präsident des „Fiskalrates“, Pavle Petrovic, am Dienstag dem Belgrader TV-Sender B92. Beim „Fiskalrat“ handelt es sich um ein dem Parlament Bericht erstattendes Expertengremium. Er forderte wiederholt den raschen Abbau des hohen Haushaltsdefizits.

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Die öffentlichen Schulden lägen bereits jetzt schon über 60 Prozent des BIP, sagte Petrovic. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte erst vergangene Woche die Regierung dringend dazu aufgefordert, Sparmaßnahmen zu ergreifen. Für 2013 prognostizierte der IWF ein Defizit von acht Prozent des BIP und eine Schuldenlast von 65 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Osteuropa

Petrovic erklärte, das Balkanland könne dem Staatsbankrott nur entkommen, wenn es die immer wieder aufgeschobenen Reformen zügig umsetze. Dazu gehöre die Neuordnung des Rentensystems, Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben und eine Reform der Staatsbetriebe.

Zu den Forderungen des Fiskalrats sagte Regierungschef Ivica Dacic am Dienstag: „Es ist keine Verringerung oder ein Einfrieren der Gehälter verabredet worden und daraus wird auch nichts“. „Denn das ist nicht das Regierungsprogramm“, begründete er seinen Standpunkt. Allerdings werde seine Regierung in den nächsten Wochen über Möglichkeiten zur Finanzkonsolidierung Serbiens beraten.

  • 28.05.2013, 16:36 Uhrteer_schweinstueck

    Kein Problem, Ihr Serben!

    Schnell, unter den €-Rettungsschirm geschlüpft!

    Mutti Merkel und der €-Propagandaminister richten das...!

  • 28.05.2013, 15:57 UhrInnok

    Es sieht so aus, als ob auch dieses Land die Beitrittsbedingungen zur EU und insbesondere zum EURO erfüllt hätte.
    Ich bin sicher, Herr Schäuble hilft gerne.

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