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Üble Nachrede: Italiens Präsident erlässt Chefredakteur die Haft

Vor fünf Jahren ist die italienische „Libero“ in einem Leitartikel zu einer Abtreibung zu weit gegangen. Deren Chefredakteur Sallusti wurde wegen übler Nachrede zu Haft verurteilt - und jetzt vom Präsidenten begnadigt.

Alessandro Sallusti stand nach dem Urteil zunächst unter Hausarrest. Quelle: SAP/dpa
Alessandro Sallusti stand nach dem Urteil zunächst unter Hausarrest. Quelle: SAP/dpa

RomDer italienische Präsident Giorgio Napolitano hat am Freitag den Chefredakteur der zum Berlusconi-Medienimperium gehörigen Tageszeitung „Il Giornale“ begnadigt.

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Er wandelte die 14-monatige Haftstrafe für Alessandro Sallusti wegen übler Nachrede in eine Geldstrafe von 15.000 Euro um. Sallusti, der unter Hausarrest stand, akzeptierte diese Strafe und dankte Napolitano, wie der Sender Tgcom24 meldete.

Vor fünf Jahren hatte Sallusti, damals noch Chef der rechtskonservativen Zeitung „Libero“, einen unter Pseudonym verfassten Leitartikel zu verantworten. Darin hatte der Autor unter anderem einen Richter angegriffen, weil dieser einer 13-Jährigen die Möglichkeit zugestanden hatte, über den Abbruch ihrer Schwangerschaft selbst zu entscheiden.

Wenn es eine Todesstrafe gäbe und wenn sie je in einem Fall anwendbar wäre, dann in diesem, und zwar für den Richter, den Gynäkologen und die Eltern des Mädchens, hieß es in dem Leitartikel.

 

  • 22.12.2012, 00:27 Uhrdig@central.banktunnel.eu

    *Beitrag von der Redaktion gelöscht. Unverständlich.*

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