International

_

Üble Nachrede: Italiens Präsident erlässt Chefredakteur die Haft

Vor fünf Jahren ist die italienische „Libero“ in einem Leitartikel zu einer Abtreibung zu weit gegangen. Deren Chefredakteur Sallusti wurde wegen übler Nachrede zu Haft verurteilt - und jetzt vom Präsidenten begnadigt.

Alessandro Sallusti stand nach dem Urteil zunächst unter Hausarrest. Quelle: dpa
Alessandro Sallusti stand nach dem Urteil zunächst unter Hausarrest. Quelle: dpa

RomDer italienische Präsident Giorgio Napolitano hat am Freitag den Chefredakteur der zum Berlusconi-Medienimperium gehörigen Tageszeitung „Il Giornale“ begnadigt.

Anzeige

Italien

Er wandelte die 14-monatige Haftstrafe für Alessandro Sallusti wegen übler Nachrede in eine Geldstrafe von 15.000 Euro um. Sallusti, der unter Hausarrest stand, akzeptierte diese Strafe und dankte Napolitano, wie der Sender Tgcom24 meldete.

Vor fünf Jahren hatte Sallusti, damals noch Chef der rechtskonservativen Zeitung „Libero“, einen unter Pseudonym verfassten Leitartikel zu verantworten. Darin hatte der Autor unter anderem einen Richter angegriffen, weil dieser einer 13-Jährigen die Möglichkeit zugestanden hatte, über den Abbruch ihrer Schwangerschaft selbst zu entscheiden.

Wenn es eine Todesstrafe gäbe und wenn sie je in einem Fall anwendbar wäre, dann in diesem, und zwar für den Richter, den Gynäkologen und die Eltern des Mädchens, hieß es in dem Leitartikel.

 

  • 22.12.2012, 00:27 Uhrdig@central.banktunnel.eu

    *Beitrag von der Redaktion gelöscht. Unverständlich.*

  • Die aktuellen Top-Themen
Trotz schlechter Erfahrungen: Mexiko plant größeren Hauptstadtflughafen

Mexiko plant größeren Hauptstadtflughafen

Mexiko plant ein beeindruckendes Infrastrukturprojekt: Der Flughafen in der Hauptstadt soll ausgebaut werden und die Tourismuseinnahmen vergrößern. Ähnliche Pläne gab es bereits vor 12 Jahren - mit einem Unterschied.

Anordnung von Obama: USA schicken mehr Soldaten in den Irak

USA schicken mehr Soldaten in den Irak

Seit Anfang August fliegt die US-Luftwaffe Angriffe auf die Dschihadistengruppe IS. Nun stockt US-Präsident Obama auf - er stationiert weitere Soldaten im Irak. Doch die Republikaner fordern eine klare Strategie.

Nach Wahlerfolg in Sachsen: AfD buhlt um enttäuschte CDU-Mitglieder

AfD buhlt um enttäuschte CDU-Mitglieder

Die AfD strotzt nach ihrem Erfolg bei der Sachsen-Wahl vor Selbstbewusstsein. Dazu passt, dass sich einige CDU-Politiker der Partei öffnen wollen. AfD-Chef Adam nimmt die Steilvorlage gerne an und macht ein Angebot.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International