Übung
US-Streitkräfte planen Manöver vor Südkorea

Gemeinsam mit Japan und Südkorea veranstalten die USA in der kommenden Woche eine Manöver vor der koreanischen Halbinsel. Unter anderem wird es auch Übungen für den Fall eines nordkoreanischen Angriffs geben.
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Seoul Die US-Streitkräfte wollen in der kommenden Woche zusammen mit Südkorea und Japan ein Seemanöver veranstalten. An der Übung von Donnerstag bis Freitag in internationalen Gewässern südlich der koreanischen Halbinsel sollen auch Zerstörer und Schiffe zur Logistikunterstützung teilnehmen, wie das Verteidigungsministerium in Seoul am Donnerstag mitteilte. Zweck der Übung sei es, die Zusammenarbeit für die Katastrophenhilfe und künftige Aktivitäten zur Seesicherheit zu stärken.

Die USA halten gemeinsame Seeübungen mit ihren beiden ostasiatischen Verbündeten seit 2008 ab. Direkt im Anschluss an das trilaterale Manöver wollen die USA außerdem mit der südkoreanischen Marine im Gelben Meer eine bilaterale Übung beginnen. Den Angaben zufolge soll das alljährliche Manöver auch Übungen zur U-Boot-Abwehr für den Fall eines nordkoreanischen Angriffs auf See umfassen. Das US-Verteidigungsministerium kündigte das dreitägige Manöver als „Routineübung“ an, zu der auch der Flugzeugträger George Washington stoßen soll.

Nordkorea hatte zuletzt seinen Ton gegen Südkorea wieder verschärft. Unter anderem drohte die Volksarmee des kommunistischen Landes damit, Medienhäuser in Seoul zu bombardieren. Hintergrund war die kritische Berichterstattung südkoreanischer Medien über eine Massenveranstaltung in Pjöngjang für Schulkinder. Der Befehlshaber der US-Streitkräfte in Südkorea, James Thurman, hatte zuletzt nach eigenen Angaben beim Pentagon mehr Kampf- und Aufklärungshubschrauber sowie eine Verstärkung der Flugraketenabwehr angefordert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Auf Amerika als Freund u. Partner kann man sich 100% verlassen.
    Bewundernswert!
    Ich mag Amerika!
    Ich mag die Amerikaner!

  • Stimme Hr. Fischer voll zu. Als mehrjähriger Einwohner Südkoreas 2003-2008)sehe ich die Sache so: Vor dem Amtsende des noch amtierenden Staatspräsidenten MB Lee versucht der militätisch-industrielle Komplex der USA noch Fakten zu schaffen: mit substanzloser Anti-Nordkorea Propaganda, den dazugehörigen Großmanövern und natürlich den gerazu unvermeidlichen Einkäufen bei der US-Rüstungsindustrie. Da hat sich der jetzige Präsident als idealer "Partner" erwiesen. Denn eines wissen die Strategen im Pentagon: Der oder die Nachfolgerin im Präsidentenamt wird genauso US-kritisch sein wie die beiden Vorgänger. Die südkoreanische Bevölkerung unterstützt in überwältigender Mehrheit die alte "Sunshine-Politik", die im Nachinein um Klassen besser war für beide Landesteile. Außer für die USA natürlich. (C.Härtl)

  • Ich finde es einfach toll, wie es die USA immer wieder schaffen mit dem Säbel zu rasseln. Und niemand ist in der Lage, diesen Drohgebärden Einhalt zu gebieten.
    Ein hoch auf die Verteidiger der Freiheit.
    Danke

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