Ukraine
Es riecht nach Krieg

Die Kampfhandlungen in der Ostukraine haben sich verstärkt. Die Zahl ziviler Opfer auf beiden Seiten steigt. Moskau und die Rebellen werfen Kiew die Vorbereitung einer neuen Offensive im Donbass vor.
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Durch das riesige Loch in der Wand ist das Wohnzimmer zu sehen. Trümmer und Schutt liegen im ganzen Raum verstreut. Der Hausherr zeigt hilflos auf die zerstörte Habe. In Sartana, einem Vorort er strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol, wurden bei dem nächtlichen Artilleriebeschuss der Rebellen 52 Wohnhäuser beschädigt, drei davon sind nach Volltreffern völlig zerstört. Gasleitungen brennen, die Energieversorgung ist teilweise lahmgelegt. Drei Zivilisten wurden nach Angaben der ukrainischen Armeeführung getötet. Bürgermeister Stepan Machsma sprach zudem von sechs Verletzten, darunter einem Kind.

Spiegelverkehrt ist die Lage in Donezk: Die von den Separatisten gehaltene Großstadt steht trotz der auf dem Papier geltenden Waffenruhe seit Wochen unter Feuer. Die Bilanz der Nacht dort: Etwa 40 beschädigte Wohnhäuser, eine Schule und eine Gasleitung. Die Stadtverwaltung spricht von zwei Toten und zehn Verletzten. In der benachbarten Rebellenhochburg Horliwka gab es ebenfalls zwei Tote, vier Verletzte und reichlich Zerstörungen. Die Rebellen werfen dem ukrainischen Militär den Einsatz von Panzern und Artillerie vor.

Eigentlich hatten sich beide Seiten zum Abzug der großkalibrigen Waffen verpflichtet. Konsequent umgesetzt wurde der Schritt nie, nun geben sich die Konfliktparteien nicht einmal mehr Mühe, den Schein von Friedfertigkeit zu wahren. Die Rückkehr schweren Geräts wird gegenüber den OSZE-Beobachtern jeweils als Antwort auf die Aggression der Gegenseite erklärt.

Die OSZE hat eine drastische Verschlechterung der Lage konstatiert. Verstöße gegen die Feuerpause seien von den Beobachtern an zahlreichen Punkten der Front fixiert worden, teilte die Organisation mit. Zudem müssen die Beobachter mit rapide zunehmender Gewalt gegen sich selbst rechnen. Die Sicherheitslag hat sich nach den Worten des Schweizers Alexander Hug, stellvertretender Leiter der Mission, zuletzt „galoppierend verschlechtert“. Nach Schmiererereien wurden in Donezk die Fahrzeuge der Beobachter in Brand gesetzt, dann gerieten sie unter Beschuss.

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  • Natürlich, Krieg ist der Vater aller Dinge und daher hat Merkel recht., wenn eine Milliarde nach der anderen in die Ukraine und von dort in die Schweiz fließt.
    Die Kollateral Schäden von ein paar tausend Toten muss, die Wertegemeinschaft, hierbei schmerzhaft hinnehmen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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