Ukraine
Im Donbass wird wieder gekämpft

Vier Monate ist es her, dass die Ukraine, Russland und die Separatisten im Donbass einen Friedensplan ausgehandelt haben. Doch der Waffenstillstand wird immer brüchiger. Jetzt kommt es zu neuen Gefechten.
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DonezkFast vier Monate nach den Friedensverhandlungen im weißrussischen Minsk kommt es wieder zu schweren Gefechten in der Ostukraine. Die prorussischen Aufständischen in Donezk berichteten am Mittwoch von mindestens 15 Toten und 60 Verletzten bei Beschuss durch die ukrainische Armee. Die Militärführung in Kiew warf ihrerseits den Separatisten eine große Offensive vor und räumte ein, schwere Waffen wieder an die Front gebracht zu haben.

Das Militär habe Artillerie eingesetzt, „die sich bis dahin nach den Minsker Vereinbarungen im Hinterland befand“, teilte der Generalstab in Kiew am Mittwoch mit. Die Ukraine habe ihre internationalen Partner vorher informiert. Die prorussischen Separatisten hätten beim Ort Marjinka mit rund 1000 Kämpfern angegriffen, hieß es. Bei den Friedensgesprächen im weißrussischen Minsk Mitte Februar hatten sich die Konfliktparteien geeinigt, schweres Kriegsgerät abzuziehen.

Im umkämpften Osten der Ukraine sitzen nach Rebellenangaben zudem Hunderte Bergleute unter Tage in zwei Minen fest. In beiden Anlagen fiel nach Agenturberichten der Strom nach Schusswechseln aus. Allein im Bergwerk Sasjadko müssten 576 Arbeiter in Dunkelheit ausharren, sagte ein Kommandeur der prorussischen Separatisten am Mittwoch dem Nachrichtendienst der Aufständischen. Rettungskräfte bemühten sich derweil, die nahe gelegenen Mine Skotschinski zu evakuieren. Dort waren nach einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA 350 Bergleute eingeschlossen. Formell herrscht im Osten der Ukraine ein Waffenstillstand. Es kommt jedoch immer wieder zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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