Ukraine in finanzieller Not

Der Hilferuf des Arseni Jazenjuk

Der Ukraine droht der Staatsbankrott. Das sagt Ministerpräsident Jazenjuk – und bittet den Westen um mehr Geld. Das Land leidet weiter unter dem Konflikt mit den Separatisten – auch die neue Waffenruhe scheint gebrochen.
Update: 11.12.2014 - 14:17 Uhr 34 Kommentare
Regierungschef Arseni Jazenjuk sagt, dass sein Land weitere Milliarden brauche. Quelle: dpa

Regierungschef Arseni Jazenjuk sagt, dass sein Land weitere Milliarden brauche.

(Foto: dpa)

KiewDer ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat eine internationale Geberkonferenz zur Abwendung eines Staatsbankrotts gefordert. Die Unterstützung des Westens sei zum Überleben nötig, sagte der Regierungschef am Donnerstag in einer Rede vor dem Parlament in Kiew. Er verwies auf einen Bericht der „Financial Times“, wonach die Ukraine im kommenden Jahr über ein bestehendes Hilfsprogramm des Internationalen Währungsfonds (IWF) hinaus 15 Milliarden Dollar benötige

Das IWF-Paket umfasst 17 Milliarden Dollar. Zwei Zahlungen von insgesamt 4,6 Milliarden Dollar sind geflossen. Jazenjuk betonte den Reformwillen seiner Regierung, um weiteres Geld des Westens zu erhalten. Das Parlament genehmigte am Donnerstag ein Programm der Regierung, das einen Umbau des Steuerwesens, eine Anhebung der Energiepreise und eine Privatisierung staatlicher Unternehmen vorsieht.

Außerdem soll die Korruption stärker bekämpft werden. „Alles, was in den vergangenen 23 Jahren nicht getan wurde, muss jetzt in 23 Monaten erledigt werden“, sagte Jazenjuk. Die Kosten für Kreditausfallversicherungen (CDS) stiegen dennoch zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren.

Die Ukraine leidet in erster Linie unter dem Konflikt mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes. Dort toben trotz einer vor drei Monaten vereinbarten Waffenruhe immer noch Kämpfe. Seit Mitte April wurden mehr als 4300 Menschen getötet.

Am Donnerstag zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax einen Anführer der Separatisten mit den Worten, die Aufständischen hätten damit begonnen, größere Artilleriegeschütze von Stellungen im südlichen Teil der Rebellenregion Donezk abzuziehen.

Dagegen sagte der ukrainische Armeesprecher Andrej Lyssenko am Donnerstag, dass trotz einer Feuerpause im Osten des Landes binnen 24 Stunden drei Soldaten getötet worden seien. Dies seien die ersten Todesopfer seit Beginn der neuen Waffenruhe am Dienstag. Acht weitere Soldaten seien verletzt worden. Bislang war die Feuerpause nach Angaben Kiews weitgehend eingehalten worden.

Auf die Waffenruhe hatten sich die ukrainische Regierung und die Führung der prorussischen Separatisten in der vergangenen Woche verständigt. Weiter unklar ist, wann die geplanten Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien anfangen könnten. Als möglicher Termin für den Beginn der Gespräche gilt der Freitag.

  • rtr
  • afp
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34 Kommentare zu "Ukraine in finanzieller Not: Der Hilferuf des Arseni Jazenjuk"

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  • Erst das Maul weit aufreißen, einen Putsch als Revolution tarnen und anschließend betteln gehen, weil die eigene Unfähigkeit und Hirnrissigkeit die Karre in den Dreck gefahren haben.
    Bedingung für Hilfen:
    1. Auflösung sämtlicher Oligarchen-Konten und Überleitung der geraubten Reichtümer in Eigentum des ukrainischen Volkes
    2. sofortiger Rücktritt der amtierenden Regierung und Neuwahlen in der gesamten Ukraine

  • Der Witz der Ausländischen Minister im Kabinett Jaszenjuk besteht darin, dass die Ausländer ihn zwingen, als Geschäftssprache bei den Sitzungen RUSSISCH zu verwenden.

    Denn manch ein Ausländer ist der Ukrainischen Sprache NICHT mächtig ! Alle haben aber Russisch drauf. Englisch geht NICHT wegen mangelnden Sprachkenntnissen der ukrainischer Abgeordneten.

  • Kommt mir irgendwie bekannt vor. Griechenland ...
    Da waren es auch erst 10 Milliarden, dann 30, dann 50, jetzt sind wir glaube ich bei etwas über 200 Mrd...
    Das erste Geld hatte vorrangig die Einlagen von "Investoren" bedient ...

    Der Unterschied zu Griechenland: Im westukrainischen Vinnytsia kämpfen Rechtsradikale gegen Rechtsradikale und Kiev schickt für Verbrechen bekannte Rechtsradikale (Bataillon Ajdar) "eine Lustration" (Säuberung) in der Region durchführen. Die EU unterstützt also mit Milliarden Rechtsradikale und Terroristen.

  • @ Herr Carsten Kanter

    Aivaras Abromavičius ist ein Litauer, verheiratet ( seit 10 Jahren ) mit einer Ukrainerin, Baujahr 1976 und Investmentbanker des Fonds East Capital.

    Hat wohl in seiner Laufbahn den Oligarchen kräftig mitgeholfen, Staatsgelder beiseite zu schaffen.

    Hat natürlich dabei auch sich selbst nicht vergessen.

    Seine Ausbildung ( amerikanische Uni-Filiale in Estland ) finanzierte der SOROS-Fond ( größter US-Spekulant ).

    Diese ANGABEN REICHEN NORMALERWEISE UM ZU VERSTEHEN, WOHER BEI DEM Knaben DER WIND WEHT .

    Spekulant, wie er im Buche steht !

  • http://www.nakedcapitalism.com/2014/12/meet-greet-natalie-jaresko-us-government-employee-ukraine-finance-minister.html

  • @ Herr C. Falk

    >> Der Jazenjuk ist Scientologe? >>

    Seine Schwester lebt in USA ( zig Jahre schon ) und ist dort sogar AKTIVES Mitglied dieser Sekte !

    Der Schurkenstaat Ukraine ist der Sprössling der US-Gauner und Sektanten ! Voll besetzt mit jüdischen Oligarchen und kriminellen, die im engen Kontakt zu den vormals ausgewanderten ( 70-er Jahre ) Juden aus der SU stehen !

    Dieses Gesindel Plündert die Ukraine und auch Russland aus !

  • @Herr Carsten Kanter:
    Propaganda funktioniert so: Göring prahlte einst gegenüber Goebbels er sei mächtiger als dieser da seine Luftwaffe 10 feindliche Jäger über dem Ärmelkanal abgeschossen habe. Goebbels antwortete: Und wenn ich nicht darüber berichte?

  • Der Jazenjuk ist Scientologe? Würde mich nicht wundern, wenn das stimmt. Genau so sieht er aus und genau so will er den EU-Steuerzahler ausnehmen.

  • Haben Sie evt auch Infos zum dem Balten und dem Georgier? Einer davon heisst wohl Abramowitsch ...

    Vielen dank nochmals für die tolle journalistische Recherche-Arbeit, die unsere Leitmedien ja irgendwie nicht hinbekommen.

  • Vielen Dank für die interessanten infos. Warum bekommen das unsere Berufsmedien nicht hin (WinkeWinke liebes HB!)? Das sind doch die alles entscheidenden Infos! Die nebenbei zeigen, was für ein mieses Spiel in der Ukraine auch seitens Westens, insb. des jenseitig des Atlantiks liegenden Teils gespielt wird.

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