Ukraine
Julia Timoschenko scheitert bei Wahl zur Ministerpräsidentin

In der Ukraine ist Julia Timoschenko bei der Wahl zur neuen Ministerpräsidentin im Parlament gescheitert. Von den insgesamt 450 Abgeordneten votierten am Dienstag 225 für Timoschenko, womit ihr eine Stimme fehlte. Ihre Anhänger sprachen von technischen Problemen.

HB KIEW. Julia Timoschenko ist am Dienstag in zwei Wahlgängen im Parlament bei der Bestätigung als Ministerpräsidentin gescheitert. Beide Male fehlte ihr eine Stimme zur notwendigen Mehrheit. Timoschenko und ihre Anhänger machten dafür aber nicht das Stimmverhalten der Abgeordneten, sondern die Wahlmaschine verantwortlich. „Das Wahlergebnis wurde grob gefälscht“, erklärte die 47-jährige Führerin der „Orangenen Revolution“.

Sie war von Staatspräsident Viktor Juschtschenko zum zweiten Mal als Ministerpräsidentin nominiert - mehr als zwei Jahre, nachdem er sie unter dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs entlassen hatte. Juschtschenko folgte damit dem Vorschlag der neu gebildeten Regierungskoalition aus dem Block Julia Timoschenko und Juschtschenkos Partei Unsere Ukraine. Sie haben gemeinsam 227 der 450 Sitze in der Werchowna Rada, dem Abgeordnetenhaus in Kiew. In beiden Abstimmungen gab es am Dienstag aber nur 225 Stimmen für Timoschenko.

Timoschenko soll den bisherigen Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch von der prorussischen Partei der Regionen ablösen.

Diese wurde bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 30. September zwar stärkste Partei, verfehlte aber die absolute Mehrheit.

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