Ukraine
Klitschko hofft auf Solidarität der EU

Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko hat kurz vor dem EU-Gipfel in Brüssel die europäischen Politiker zur Solidarität mit den Demonstranten aufgefordert. Er hofft auf ein klares Zeichen.
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BerlinDer ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko hat die EU zur Unterstützung der regierungskritischen Demonstranten in Kiew aufgefordert. Er hoffe sehr, dass sich die EU bei ihrem am Donnerstag beginnenden Gipfel mit den Protestierenden "solidarisiert und erneut ein klares Zeichen der Unterstützung sendet", schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. "Die europäischen Politiker müssen wissen: Mit der jetzigen Regierung und diesem Präsidenten wird es keine Annäherung an Europa geben."

Seit der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch Ende November ein geplantes Assoziierungsabkommen mit der EU gestoppt hatte, wird das Land von prowestlichen Massendemonstrationen beherrscht. Klitschko gehört zu den Anführern des Protests, der sich vor allem auf dem zentralen Platz in Kiew, dem Maidan, abspielt. Die Regierungskritiker fürchten, dass Janukowitsch das Land stärker an Russland statt an Europa bindet.

"Wir wollen mit Reformen Wohlstand erreichen und nicht länger hinnehmen, dass durch die Korruption nur einige wenige im Reichtum leben," sagte Klitschko und verwies auf eine proeuropäische Haltung der Ukrainer. „70 Prozent wollen ein EU-Abkommen - und damit eben kein Abkommen mit Russland. Die Menschen auf dem Maidan wollen keine Zollunion, sie wollen näher an die Europäische Union rücken.“

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ukraine: Klitschko hofft auf Solidarität der EU"

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  • Klitschko hat mit guter Absicht gehandelt ist aber letztlich daran gescheitert das Russlands Regierung neuerdings großen Wert auf den Aufbau einer "Ost-EU" legt.

    Zeit für ihn anzuerkennen das man zweitbester wurde.

    Ausserdem wird die Ukraine vermutlich zur finanziellen Großbaustelle; wir haben schon eine ganze Menge im Süden zu tun.

    Was wir gar nicht brauchen können sind Reibungsverluste innerhalb Europas, das wünscht sich einzig und allein der Ami.

    Und vom Russen kann auch ein paar Dinge lernen wie z.B. den Umgang mit Geld (Russland ist so gut wie schuldenfrei) und eine Aussenpolitik die den Interessen der Bürger gerecht wird (Russland ist so gut wie Arxxxkriecher frei).

    Deswegen am besten herzliche Glückwünsche und gutes gelingen an alle und weiter gehts in Richtung guter Zusammenarbeit.

    Ein Abschaffen der Visumpflicht für Ukrainer und Russen wäre mal ein vernünftiger Schritt nach vorn.

  • Es steht Herrn Klitschko frei, bei den nächsten Wahlen anzutreten und alles besser zu machen.

    Er verlangt (und praktiziert!) einen antitdemokratischen Umsturz einer gewählten Regierung.

    Auf Deutschland übertragen müsste das also heißen, dass eine Splittergruppe/Kleinpartei zum Umsturz aufruft, nur weil ihnen der Eurpopakurs nicht passt. Undenkbar!

    Also gelten für die Ex sowietischen Staaten warscheinlich andere Demokratiebegriffe als in Deutschland.

    M.E. agiert Herr Klitschko hart an der Grenze des gültigen Rechtsverständnisses.

  • Herr Klitschko sieht "Demokratie" angemessen im Boxring praktiziert --- Klitsch ---KO !

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