Ukraine

Kommt nächste Woche die nächste Pleite?

Die Ukraine kämpft wirtschaftlich und finanziell ums Überleben. Kann sich das Land nicht in der kommenden Woche mit seinen privaten Gläubigern einigen, droht die Staatspleite. So steht es derzeit um den Krisenstaat.
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Ringen mit den Gläubigern: Regierungschef Arseni Jazenjuk und Präsident Petro Poroschenko. Quelle: dpa
Jazenjuk und Poroschenko

Ringen mit den Gläubigern: Regierungschef Arseni Jazenjuk und Präsident Petro Poroschenko.

(Foto: dpa)

KiewDie Ukraine steht finanziell am Abgrund. Dem Land, das im Osten in einen militärischen Konflikt mit russlandfreundlichen Separatisten verwickelt ist, droht die Staatspleite – sofern es in der kommenden Woche keine Einigung mit den privaten Gläubigern gibt. Denn dann gerät ein mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und internationalen Partnern geplantes Hilfspaket über etwa 40 Milliarden Dollar in Gefahr. So ist es derzeit um die Ukraine bestellt.

Die wirtschaftliche Lage

Die Wirtschaftsleistung brach im ersten Quartal um mehr als 17 Prozent ein. Für das Gesamtjahr rechnet der IWF mit einem Minus von neun Prozent, deutlich mehr als noch im Frühjahr. Der Kursverfall der Landeswährung und massive Steigerungen bei den staatlich regulierten Energiepreisen trieben die Jahresteuerung allein im April auf 61 Prozent hoch.

Die Hilfen des IWF

Derzeit läuft ein IWF-Hilfsprogramm mit einem Volumen von 17,5 Milliarden Dollar. Davon sind kürzlich 1,7 Milliarden Dollar zur Auszahlung freigegeben worden, die gesamten Auszahlungen summieren sich auf 6,68 Milliarden Dollar. Der ukrainischen Regierung bescheinigt der IWF, bislang ihre Reformzusagen eingehalten und alles getan zu haben, um die Bedingungen für Hilfen zu erfüllen.

Die Hürden für das Land wurden zuletzt gesenkt. So soll die Inflationsrate bis Jahresende auf 46 Prozent sinken, ursprünglich war von 27 Prozent die Rede. Das Haushaltsdefizit des Zentralstaates soll 2015 bei 4,2 Prozent liegen, ohne Berücksichtigung der Schuldendienste soll die Ukraine einen Primärüberschuss von 1,1 Prozent erreichen. Die Schuldenquote soll bis Ende 2020 auf knapp 110 Prozent sinken - nach einem erwarteten Wert von fast 150 Prozent in diesem Jahr.

Das Hilfskonzept des IWF und der Partner

Die IWF-Hilfen sollen Teil eines Pakets mit einem Gesamtvolumen von 40 Milliarden Dollar sein. Private Gläubiger, darunter viele Hedgefonds, sollen 15 Milliarden Dollar über einen Forderungsverzicht beisteuern. Der Rest soll von Ländern oder Ländergruppen kommen. So hat Deutschland eine Kreditbürgschaft von 500 Millionen Euro zugesagt, geflossen ist bisher nichts. Kommt von den Gläubigern nicht der erhoffte Betrag, um das Land wieder auf die Beine zu bringen, gerät das gesamte Hilfspaket in Gefahr – denn dann sind nach IWF-Berechnungen die Schulden nicht mehr tragfähig. Der Fonds könnte dann keine weiteren Hilfen mehr auszahlen.

Die Verschuldung im Ausland
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14 Kommentare zu "Ukraine: Kommt nächste Woche die nächste Pleite?"

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  • und weil die Ukraine so pleite ist, sehen die 2 kasperl da auf dem Bild täglich Millionen Russen einlaufen, müssen den krieg alleine führen, und verteidigen ganz Europa, gell? lol.

  • dann geht das Land halt pleite..

    und? wo ist das Problem?

    die Ukraine ist nu wirklich nicht wichtiger für die Weltwirtschaft als Griechenland. und da wurde festgestellt, dass die Welt auch noch existiert wenn das Ländchen pleite geht.

  • Da sehe ich aqber nun gar kein Problem,
    Unsere Alternativ-Merkel wird schon Geld geben und ein bißchen noch ihr Gebierter Obama und dann ist wieder ales in Odnung

  • PLEITE gleich INSOLVENT, ja das waere das Beste, was dem Synthese-Staat UKRAINE passieren koennte,
    GAS Gerd wird der Insolvenzverwalter!
    Putin holt sich das Filet-Stueck, den Donbas im OSTEN
    Die USA ergattern die ehemaligen KuK Gebiete fuer die MONSANTO Experimente auf Europaeischem Boden, der Rest von dem Synthese-Staat wird dann zu einer DIZZY-DISNEY-WORLD mit angegliederter internat. AKADEMIE umgebaut, wo Korruption und Vetternwirtschaft das HAUPT-THEMA sind !
    Zusaetzlich ist dieser Teil ein Gateway zwischen OST & WEST
    quasi eine Freihandelszone mit Trockenem SUEZ-KANAL, der von den Nutzungs- & MAUT-Gebuehren lebt!

    EINWANDERER sind da und im KuK - Gebiet hoechst willkommen und koennen sich frei entfalten and voll engagieren!

    Dieses Konstrukt leitet kompromisslos der unbestechliche VITALI KLITSCHKO!

    --> die EUDSSR ist dann massive Zukunftssorgen los!
    Punkt.
    Die NATO steht nicht (mehr) direkt an den Russsem-Grenzen da DISNEY-LAND einen feinen Puffer bildet!

    GAS-Gerd schustert Deutschland massiv Auftraege zu um die Inftastruktur fuer DISNEY World und die Infrastruktur eines LAND-SUEZ-Kanales zu erbauen:
    BAHNLINIEN, AUTOBAHNEN, KANAELE, FLUGHAEFEN, MAUT-SYSTEME, INTERNET-VERBINDUNGEN!, GELDWASCH-ANLAGEN ;-) !

    Also Ran!
    --> Dann kann Kiew endlich mal den Sakophag fuer die Chernobyl-Ruine finanzieren und bauen lassen !

  • Heuzutage ist das "in". Die USA sind periodisch dem Bankrott nahe, dann wird in letzter Minute der " debt ceiling" angehiben und alles ist in Ordnung. Griechenland ist auch schon seit 5 Jahren pleite. Dann greifen die Troika und unsere Mutti ein und alles ist wieder gut. Für die Ukraine gibt est auch kein Problem. Die EU und unsere Mutti warden rechtzeitig eingreifen und alles ist im Butter. Ich verstehe die Sorgen der Leute nicht. Alles ist doch prima,,lol.

  • Die Rüstungsindustrie läßt die Ukraine nicht Pleite gehen. Warum macht man diesem Staat nicht die Auflagen ?

  • Na ja, die Zone hat das ganze schöne Geld leider in Griechenland verschwendet, die wirklich Bedürftigen müssen darum jetzt verhungern oder bald erfrieren.

    Da die EU und speziell Deutschland den Putsch (Westerwelle und die Baumparteileute auf dem Maidan mit ihren Versprechungen vom Mond) erst ausgelöst haben, kommt denen jetzt bei der Abwendung einer humanitären Katastrophe auch besondere Verantwortung zu.
    Wenn man nur das ganze schöne Geld nicht in Griechenland verschwendet hätte....
    Das haben die Politiker garantiert wieder einmal nicht bedacht.

  • Ist das der Tauber, mit dem der Schokoladenprinz da schmust? Sieht fast so aus ;–)

  • Husch, husch, Herr Schäuble, Rettungspakete schnüren (Mutti wird sie schon durchwinken, falls sie es überhaupt merkt), sonst fällt die Ukraine doch noch an die bösen Russen und der Hegemon ist stocksauer wenn die Speerspitze der NATO versagt. Ist dieser Pleitestaat doch ein wichtiger Baustein in Zbigniew Brzezińskis Puzzle der freien Welt. Aber ich denke für 2 Billion € (siehe DDR) ist er zu haben (Waffenlieferungen sowie der neue Sarkophag für den Reaktor von Tschernobyl werden separat abgerechnet). Griechenland ist dagegen eine Wohlfahrtsveranstaltung.

  • Sorry... ich meinte natürlich die Ukraine ;-)
    Aber mit der EU siehtś bei näherer Betrachtung auch nicht sooo gut aus... ;-)

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