Ukraine-Konflikt
Neues Jahr beginnt mit Kämpfen und Toten

Separatisten in der Ostukraine haben in der Silvesternacht zwei Häuser mit Granatwerfern zerstört. Ein Zivilist kam dabei ums Leben. Präsident Poroschenko bereitet die Menschen auf weiter unruhige Zeiten vor.
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KiewDer Konflikt in der Ostukraine ist auch zum Jahreswechsel nicht zur Ruhe gekommen. Nach Angaben des ukrainischen Militärs vom Donnerstag starteten Separatisten einige Angriffe und verletzten dabei drei Regierungssoldaten. „Die Silvesternacht in der Zone der Anti-Terror-Operationen war nicht ruhig“, hieß es in der Erklärung des Militärs. In der Gegend von Luhansk wurden demnach durch Granatwerfer der Separatisten zwei Häuser zerstört und ein Zivilist getötet. 2014 starben in dem Konflikt mit den prorussischen Rebellen in der Ostukraine mehr als 4700 Menschen.

Präsident Petro Poroschenko bereitete die Menschen in seiner Neujahrsansprache auf weiter unruhige Zeiten vor. 2015 werde nicht einfach, erklärte er auf den Internet-Seiten der Regierung. In diesem Jahr werde die Ukraine aber Reformen vorantreiben, um damit den Weg in die Europäische Union zu ebnen. 2014 sei das schwerste Jahr für die Ukraine seit dem Ende des zweiten Weltkriegs gewesen. „Ein Feind hat sich unseres Lebens, unseres Landes, unserer Freiheit und unserer Unabhängigkeit bemächtigt.“ Der Konflikt, zu dessen Beginn die Annexion der Krim durch Russland im März stand, hat zu der schwersten Krise seit dem Ende des Kalten Kriegs in den Beziehungen zum Westen geführt. Dort wird die Einverleibung der Halbinsel als völkerrechtswidrig betrachtet.

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete in seiner Neujahrsansprache die Annexion hingegen als sehr wichtiges Kapitel in der Geschichte seines Landes. „Die Liebe zum Mutterland ist eines der mächtigsten und erbaulichsten Gefühle“, sagte Putin. Sie habe sich besonders in der „brüderlichen Unterstützung“ der Menschen auf der Krim gezeigt, als diese „entschieden, nach Hause zurückzukehren“. Viele Russen betrachten die 1954 an die Ukraine angegliederte Krim seit jeher als russisch.

Parallel zu der Neujahrsansprache schickte Putin Neujahrsgrüße an Poroschenko, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete. Es handelte sich offenbar um eine versöhnlich gemeinte Geste.

Eigentlich wurde im September ein Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen und Separatisten in der Ostukraine vereinbart, wo nach der Krim-Annexion Gefechte entbrannten. Der Waffenstillstand ist aber bereits von Beginn an brüchig.

Poroschenko plant nach eigenen Angaben ein Treffen mit Putin sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel am 15. Januar in Kasachstan, um sich um eine Entspannung der Lage zu bemühen. Das Kanzleramt bestätigte den Termin zunächst nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Weiter Kämpfe in "Neurussland"
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    Die "Volkswehr" (Separatisten) haben durch Mörserbeschuss zwei Häuser zerstört. Dabei kam auch ein Zivilist ums Leben.
    Soviel zu den angeblichen Friedensbemühungen.
    Und es sind natürlich KEINE russischen Elitesoldaten in Donezk und Luhansk, das sind ALLES Freiwillige, welche ihre "Freunde" im Kampf gegen die Junta aus Kiew unterstützen.

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