Ukraine-Krise „betrifft uns alle“ Merkel warnt vor einem Flächenbrand

Viele Hoffnungen ruhten auf dem Vieraugengespräch von Kanzlern Merkel mit Kremlchef Putin. Vergebens: Russlands Präsident verließ den G20-Gipfel in Australien vorzeitig und Merkel kritisierte Putin ungewöhnlich scharf.
Update: 17.11.2014 - 08:13 Uhr 71 Kommentare

„Wir verhängen Sanktionen so lange sie erforderlich sind“

BrisbaneBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat überraschend deutlich vor einem großen Flächenbrand durch die Ukraine-Krise gewarnt. Die Kanzlerin nutzte während ihres Besuchs im australischen Sydney eine außenpolitische Rede für schärfste Kritik an Kremlchef Wladimir Putin, den sie am Rande des G20-Gipfels in Brisbane unter vier Augen getroffen hatte.

Mit Blick auf den mutmaßlichen Abschuss des malaysischen Flugzeugs MH17 über der Ukraine sagte sie: „Die Ukraine-Krise ist wahrlich keineswegs allein eine regionale Angelegenheit. Nein, an diesem Beispiel sehen wir: sie betrifft uns alle.“ Für Georgien, Moldawien und Serbien sah sie besondere Risiken.

In altem Denken sehe Russlands die Ukraine als seine Einflusssphäre und trete das internationale Recht mit Füßen, sagte sie vor mehreren hundert Zuhörern beim Lowy-Institut für internationale Politik, einem der renommiertesten sogenannten Think Tanks in Australien. „Das stellt nach den Schrecken zweier Weltkriege und dem Ende des Kalten Krieges die europäische Friedensordnung insgesamt infrage. Und es findet seine Fortsetzung in der russischen Einflussnahme zur Destabilisierung der Ostukraine.“

Sie wolle keine Wiederbelebung der DDR-Zeiten, als ohne Moskaus Zustimmung keinerlei Bewegung möglich gewesen sei, sagte Merkel. Das sei mit den westlichen Werten nicht zu vereinen. „Es geht ja nicht nur um die Ukraine. Es geht um Moldawien, es geht um Georgien, wenn es so weiter geht, kann man fragen, muss man bei Serbien fragen, muss man bei den Westbalkanstaaten fragen.“

Putin – der sich in einem ARD-Interview zur Lage in der Ostukraine und den Sanktionen gegen Russland äußerte – verweigere eine Konfliktlösung im gegenseitigen Respekt und mit demokratischen und rechtsstaatlichen Mitteln. Er setze auf das angebliche Recht des Stärkeren und missachte die Stärke des Rechts. Dennoch werde die Europäische Union nichts unversucht lassen, mit Russland zu einer diplomatischen Lösung zu kommen.

Europas Friedensordnung infrage gestellt
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71 Kommentare zu "Ukraine-Krise „betrifft uns alle“: Merkel warnt vor einem Flächenbrand"

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  • >> Merkel warnt vor einem Flächenbrand >>

    Den Flächenbrand richtet die Brandstifterin Murksel in der EU an.

    Die EUtopia brennt bald lichterloh !!!


  • Mein Gott. Ist soviel Naivität nicht strafbar. Wo leben Sie denn. Als ob irgend jemand nur so aus humanitären Gründen Milliarden ausgibt und in einen bewaffneten Konflikt tritt.

  • Handelsblatt was soll diese Zensur?! Jede Äußerung von mir wird mit Fakten belegt, also sind sie sachlich!
    Sachlich heißt nichts anderes als auf die Sache bezogen.
    Wer seine Bevölkerung zusammen schießen lässt ist ein verbrecherisches Arschloch, basta!!!!
    Und westliche Politiker die solche Mörder unterstützen gehören in den Kopf geschossen!!!!!!!!
    Unsachlich wäre es, dafür Sozialstunden zu fordern.
    Beschönigende Worte für solche Mörderbanden finden zu müssen, und nur das meinen Sie mit "nicht sachlich", geht bei mir gar nicht, perverses und heuchlerisches Gutmenschendeutsch überlasse ich gerne Ihnen.

  • Artikel 26 Absatz 1 Grundgesetz lautet:
    Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.
    Es gibt zwar derzeit kein Gesetz in der Bundesrepublik Deutschland (§§ 80 – 92b StGB greifen nicht), das die bisherigen Handlungen der Bundesregierung unter Strafe stellen würde. Dennoch hat die Bundesregierung mit der Anerkennung und Unterstützung der ukrainischen Putschregierung in Kiew, statt ihren Einfluss für eine friedlich demokratischen Lösung unter Berücksichtigung der regionalen Ethnie für die Ukraine geltend zu machen, Handlungen vorgenommen, die geeignet waren, das friedliche Zusammenleben der Völker in der Ukraine zu stören.
    Die “Antiterroroperation” der ukrainischen Putschregierung, die ein Angriffskrieg gegen das eigene Volk ist, spielt sich auf von der Ukraine beanspruchtem Territorium ab. Auch der Einsatz der ukrainischen Armee im Inland entspricht nicht gerade deutschen “Idealvorstellungen”, denn der bewaffnete Einsatz der Streitkräfte im Inland zur Gefahrenabwehr ist nur zulässig bei “Ausnahmesituationen katastrophischen Ausmaßes”, also als letztes Mittel.
    Prognose: Die Ukraine wird die selbsternannte Volksrepublik Donezk nicht besiegen können, weil die ukrainischen Truppen nicht für den Häuserkampf ausgebildet sind. Ferner fehlt den Ukrainern im Gegensatz zu den Volkswehrkämpfern die Motivation in diesem Krieg. Die ukrainische Armee macht insgesamt einen unorganisierten und führerlosen Eindruck. Die Gerüchte von der russischen Invasion, wurden aus der Not heraus in die Welt gesetzt, um eine Intervention des Westens zu erreichen. Rechtsradikale Kräfte werden vollständig die Macht in der West-Ukraine übernehmen.

  • Beo Bachter,
    sehr gut geschrieben.
    Selbst unsren Altvorderen, wie z. B. Genscher, warnen, aber aufdie hört die DDR-Merkel nicht.

  • Walter Gerhartz
    richt. Nur, der kalte Krieg kann sehr schnell zum warmen Krieg wrden.

  • @ Herr Beo Bachter

    . . . Souveränität und Freiheit . . . genau darum geht es. Zusammenarbeit und Vertrauen kann nur auf dieser Basis gedeihen, denn alles andere erzeugt über kurz oder lang Unmut und Widerstand. Ein Zurück in eine Diktatur darf es niemals geben. Deshalb muss dieses EU-Monstrum in seiner jetzigen Form weg.

  • Black Merket
    na dann viel Spaß am WK 3, der komen wird, weil er längst beschlossen ist von dem Blender Obam, seiner hörige Merkel-Freundin und der kirminellen EU.
    Ich hoffe nur, Sie marscieren dann auch in vorderster Front

  • "Merkel warnt vor einem Flächenbrand"
    -----------------
    Einem Flächenbrand, den Merkel selbst mit entfacht hat

  • @Black Market
    "Schliesslich sind die mit Ihnen befreundeten ausländischen Dienststellen nicht nur als Meinungsmacher unterwegs, sondern ermitteln auch zielstrebig, wer sich in der öffentlichen Debatte hinter welchen Pseudonymen verbirgt."

    Aha, und wo sind die Beweise von Black Market dem NSA Freund und bezahlten Schreiber der Feudalkruste?!
    Ich untermauere meine Beiträge, von Ihnen moralischer Durchfall genannt, mit Fakten. Als Feudalelite bzw. von dieser gut bezahlt, hat man das natürlich nicht nötig auf Fakten einzugehen. Ignoranz wird aber davon nichts relativieren können.
    Ich denke die meisten Leute werden den unwiderlegbaren Fakten folgen, insbesondere wenn die eigenen Schmerzen zunehmen werden, und nicht einer ominösen Feudalkruste die nur verbal-blöde vor sich hin blubbert.

    Die tragende Bürgerschicht merkt immer mehr wo der eigentliche Feind steht, es wird im Zeitalter des Internets der Feudalkruste diesmal nur unzureichend gelingen von sich als die wahren Schuldigen abzulenken. Was jahrelang der Feudalkruste gelang, die Vereinnahmung der Mittelschicht für ihre Zwecke, ist schon sehr stark am erodieren. Die Widersprüche sind einfach zu eklatant geworden.

    Im Übrigen ist für mich ein Putin und Russland zweitrangig, ich begrüße aber alles und jeden der dem verkommenen und heuchlerischen Wertesystem des Westens an die Gurgel geht. Ich lebe hier und der Feind meines Feindes …......., muss nicht unbedingt mein Freund sein. Mich als Teil einer angeblich existierenden Putinkolonne zu verunglimpfen ist äußerst hilflos und geht ins Leere!

    Ich wünsche mir mehr geistige Substanz von Ihnen, falls es bei Ihnen dazu reichen sollte. Derzeit sind Sie für mich intellektuell nur einarmig unterwegs, ich wollte erst gar nicht antworten!

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